Stadtbücherei

Zentralbibliothek in Velbert zieht in die Fußgängerzone um

Ein Leerstand weniger in der Fußgängerzone: Die Stadt hat das Ladenlokal für gut dreieinhalb Jahre angemietet. Zurzeit wird es für die künftige Nutzung hergerichtet. und umgebaut.

Ein Leerstand weniger in der Fußgängerzone: Die Stadt hat das Ladenlokal für gut dreieinhalb Jahre angemietet. Zurzeit wird es für die künftige Nutzung hergerichtet. und umgebaut.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Die Zentralbibliothek Velbert bezieht für die Dauer des Forum-Umbaus Quartier in der unteren Fußgängerzone. Das bedeutet auch Herausforderungen.

Ehe sich die Zentralbibliothek im dann umgebauten Velberter Bürgerforum moderner, bedürfnisorientierter und auch deutlich größer – nämlich auf drei Etagen – präsentiert, setzt sie sich vorübergehend erstmal kleiner und zieht notgedrungen in ein Interimsquartier in der unteren Fußgängerzone. Dort, vor dem Ladenlokal der Friedrichstraße 115 - 117 (vormals C & A), bleiben recht häufig Passanten stehen und drücken sich interessiert die Nasen an der Schaufensterscheibe platt.

Langeweile wird’s nicht geben

„Alles außer langweilig – bis bald“ verspricht dort ein Plakat mit einem belesenen Hund. „Wir freuen uns schon auf unser neues Zuhause hier in der Velberter Fußgängerzone. Bis Ende des Jahres gibt es noch eine ganze Menge zu packen und umzuziehen“, berichten die Kinderbücherei-Maskottchen „Polli + Olli“. „Und dann wird es hier richtig gemütlich – mit schönen Büchern, Spielen und vielem mehr. Das wird toll.“

Auch ganz neue Kunden anziehen

„Wir sind kleiner, haben aber eine tolle Lage. Wir sehen das als Chance, Präsenz in der Fußgängerzone zu haben. Wir waren schon durch den Bau der Stadtgalerie gebeutelt“, sagt Ulrike Motte, „und gehen davon aus, dass wir auch neue Kunden anziehen. Die einfach mal neugierig werden und reinschauen.“ Es gebe immer noch Menschen, so die Leiterin der Stadtbücherei Velbert, die nicht wirklich wüssten, wo die Bücherei ist.

Am letzten Öffnungstag wird gefeiert

Die Zentralbibliothek im Forum Niederberg schließt am Samstag, 30. November, mit einer Feier (10 bis 16 Uhr); Anfang Januar geht’s dann im Ausweichquartier weiter. Laut Motte braucht sich in der Zwischenzeit niemand Sorgen zu machen: Es werde automatisch keine Rückgabefristen geben, die in diese Zeit fielen. Und pro Nase dürften ja schließlich auch bis zu 50 Medien ausgeliehen werden.

Eben und komplett barrierefrei

Das für dreieinhalb Jahre angemietete Ladenlokal wirkt licht, großzügig und geräumig. Es ist strahlend weiß, klar strukturiert; die Beleuchtung wurde eigens verbessert. Alles ist eben und barrierefrei. Die Trockenbauer sind fast fertig, aktuell sind Fliesenleger und Elektriker im Einsatz. Und draußen vor der Tür ziehen Tiefbauer Glasfaserkabel ein. In der zweiten Ferienwoche rücken die Bodenleger an und verlegen grauen Nadelfilz. „Das wird richtig gut, das wird chic“, meint Marc Meyer und erzählt, dass die Info-Ecke farblich in schiefergrau und die Kinder-Ecke mit ihrem Podest in grün abgesetzt werden. Ach ja, und nahezu alle beauftragten Firmen seien ortsansässige.

Medienbestand bereits rigoros gesichtet

Nach Auskunft des Bauleiters vom städt. Immobilienservice beträgt das Budget für das Projekt „Interimsfläche Bücherei“ einschließlich Umzug 140.000 Euro. Lediglich die Info-Theke sei neu und quasi maßgeschneidert, ansonsten zögen alle Möbel

mit um. Ulrike Motte freut sich besonders darauf, die Fensterfront mit Sitzplätzen zu bestücken. Und sie hofft, auch weiterhin Veranstaltungen durchführen zu können. Immerhin gebe es heuer im letzten Quartal 31 Veranstaltungen an den drei Bücherei-Standorten. Man nehme aus dem Forum das meiste an Medien mit und habe bereits „rigoros aussortiert“.

Auch ein Experimentierfeld für Neues

Alle Zielgruppen auf einer Ebene zu haben, sei schon eine Herausforderung, meint die Bibliothekschefin. „Das kann mal laut werden, und es ist natürlich auch möglich, dass sich jemand gestört fühlt.“ Der Standort in der Fußgängerzone sei „ja auch ein bisschen Experimentierfeld, um Neues zu probieren“.

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