Kitas

Zwei Velberter Kitas wollen Familienzentrum werden

Links die Abordnung der Casa Fantasia, rechts die Gruppe von Don Bosco: Mit einer kleinen Aktion auf der Brücke über den Rinderbach haben beide Einrichtung den Startschuss für den Weg zum Familienzentrum gegeben.

Links die Abordnung der Casa Fantasia, rechts die Gruppe von Don Bosco: Mit einer kleinen Aktion auf der Brücke über den Rinderbach haben beide Einrichtung den Startschuss für den Weg zum Familienzentrum gegeben.

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Die Kitas Casa Fantasia und Don Bosco wollen gemeinsam Familienzentrum werden. Auf einer Brücke gaben sie symbolisch den Startschuss.

Nasskalt ist es an diesem Morgen. Grau hängt der Nebel zwischen den Bäumen, es nieselt immer mal wieder. Den Kindern in den gelben Warnwesten ist das relativ egal. Dick eingemummelt in Matschsachen und Mützen folgt das gute Dutzend fröhlich quatschend Corinna Heinrich, Verena Dreher und Nicole Sommer.

Kinder warten auf die andere Gruppe

An der Brücke über den Rinderbach, kurz hinter der Anlage des Tennisclubs, macht das Grüppchen halt. Denn hier soll sich gleich Symbolisches ereignen: Die Kinder kommen aus der Kita Casa Fantasia und treffen hier auf Gleichaltrige aus der Kita St. Don Bosco. Die beiden Einrichtungen sind gerade dabei, sich als Familienzentrum zertifizieren zu lassen. „Bis 8. April müssen wir alles eingereicht haben“, erläutert Andrea Fricano, Leiterin der Kita Don Bosco. Aktuell seien sie und Kollegin Nicole Sommer, Leiterin der Casa Fantasia, dabei, Konzepte zu schreiben, Gemeinsamkeiten zu erarbeiten „und zu schauen, wo wir denn hin wollen“, sagt Andrea Fricano.

Rotes Band gespannt

An der Brücke kommt inzwischen Bewegung in die Meute. Nicht nur haben Corinna Heinrich und Verena Dreher von der Casa Fantasia inzwischen ein rotes Band quer über den Weg gespannt – nein, die Kinder haben auch die Gruppe aus Don Bosco erspäht: „Da sind die anderen Kinder“, schallt es aufgeregt aus der Gruppe. Die Aufregung weicht dann allerdings erst einmal der Schüchternheit, als sich die Steppkes Aug’ in Aug’ gegenüber stehen. Kein Problem – Andrea Fricano hat ein Lied mitgebracht, schon wird die Stimmung entspannter.

Brücke bewusst ausgesucht

Die Brücke haben sich die beiden Kita-Leiterinnen bewusst ausgesucht, verbindet sie doch die Gebiete Birth und Losenburg miteinander, in denen auch die beiden Einrichtungen zu Hause sind. „Und weil wir mit den Kindern immer wieder in die Natur hier gehen und dabei diesen Weg nutzen, passt das doch ganz gut“, sagt Andrea Fricano.

Dann wird’s ernst, das Band muss durchgeschnitten werden. „Sowas wollte ich schon immer mal machen“, kräht einer der Kurzen – und darf das dann auch gemeinsam mit einem anderen Kind tun. Schnipp-schnapp – das Band ist durch.

Gemeinsame Projekte geplant

„Wir haben schon viel auf die Beine gestellt“, freut sich Nicole Sommer von der Casa Fantasia. Zwar ist das Familienzentrum noch nicht zertifiziert, gemeinsame Projekte gibt es aber jetzt schon: Nächste Woche dürfen Väter gemeinsam mit ihren Kindern einen Nistkasten bauen, die Kitas werden dabei vom Familienwerk Mettmann unterstützt. Und dann steht eine gemeinsame Fortbildung für die Mitarbeiterinnen im April auf dem Plan.

Bevor die Kinder schließlich wieder ins Warme dürfen, wird’s noch mal symbolisch: Ein Schloss in Herzchenform ziert ab sofort das Brückengeländer – natürlich nach Absprache mit der Stadt.

<<< FAMILIENZENTRUM FÜR BIRTH UND LOSENBURG

Das Familienzentrum soll Eltern aus beiden Stadtteilen – Birth und Losenburg – kurze Wege für Beratungsangebote liefern.

Unterstützung gibt es vom Verein „Hilfe für Kinder in Velbert“ sowie von diversen anderen Beratungsstellen, etwa aus den Bereichen Familienbildung und Tagespflege.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben