Polizei

Mann soll Kinder und Frauen betäubt und missbraucht haben

Die Polizei hat einen Mann aus Datteln festgenommen, der über Jahre Kinder und Frauen sexuell missbraucht haben soll.

Die Polizei hat einen Mann aus Datteln festgenommen, der über Jahre Kinder und Frauen sexuell missbraucht haben soll.

Foto: Michael Kleinrensing

Datteln.   Ein Mann aus Datteln soll über Jahre Kinder und Frauen betäubt und dann sexuell missbraucht haben. Noch sind nicht alle Opfer identifiziert.

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Ein 54 Jahre alter Mann aus Datteln soll mindestens acht Kinder und Jugendliche sowie sieben erwachsene Frauen betäubt und dann sexuell missbraucht haben. Wie die Staatsanwaltschaft Bochum und die Polizei Recklinghausen am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung bekanntgaben, sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung hatte die Polizei Recklinghausen zahlreiche Datenträger sichergestellt, auf der die sexuellen Handlungen dokumentiert sind. Die Opfer sollen bei den sexuellen Handlungen nicht bei Bewusstsein gewesen sein.

Kind klagte nach Übernachtung über Schwindel

Unter Verdacht geriet der 54-Jährige, nachdem sich Eltern an die Polizei gewandt hatten. Ihr Kind habe nach einer Übernachtung bei dem Tatverdächtigen über Schwindel geklagt. Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab daraufhin eine erhöhte Konzentration eines Schlaf- und Beruhigungsmittels im Blut des Kindes.

Der Beschuldigte schwieg in den polizeilichen Vernehmungen zunächst, kündigte den Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge nun aber an, eine Aussage machen zu wollen. Die Polizei wertet zudem die Datenträger weiter aus. Beamte aus anderen Kreisen unterstützen eine bei der Polizei Recklinghausen eingesetzte Ermittlungskommission.

Einige Opfer bislang noch nicht identifiziert

Die bislang identifizierten Opfer und deren Familien wurden informiert. Polizeiliche Opferschützer bieten ihnen professionelle Hilfe an und sie werden über den Ablauf des Strafverfahrens informiert. Einige der Opfer konnten bislang allerdings nicht identifiziert werden. Mögliche weitere Opfer und Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0800/2361-550 zu melden. (red)

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