Wandertipp

Wandern im Ruhrgebiet - Vier Städte auf einen Streich

Heimische Laubgehölze
bevölkern den Becklemer
Busch.

Heimische Laubgehölze bevölkern den Becklemer Busch.

Waltrop.  Das Ruhrgebiet bietet mehr als Industriekultur. Dieser Wandertipp führt Sie auf krummen Wegen und engen Pfaden durch eher untypische Gegenden und lässt sie die grünen Seiten der Metropolregion erkunden. Ein Tourtipp zum Becklemer Busch in Waltrop.

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Zu den bekanntesten Ausflugszielen zwischen Lippe und Ruhr zählt der Schleusenpark Waltrop. Nur wenige der dort anbrandenden Touristen wissen, dass drei Kilometer westlich ein Kleinod ganz anderer Art wartet: der Becklemer Busch. Zwischen bäuerlichen Kulturflächen und Verkehrsadern hat sich über die Zeitläufe das naturnahe Wäldchen erhalten, um vielen seltenen Pflanzen und Tieren Lebensraum zu bieten.

Seit 1991 stehen die etwa 250.000 qm im östlichsten Zipfel Recklinghausens unter Naturschutz. Das bedeutet, dass man innerhalb des Gebietes die Wege nicht verlassen darf. Doch die gibt es eigentlich gar nicht, von Trampelpfaden einmal abgesehen. Denn außer Jägern und spielenden Kindern verläuft sich kaum jemand in diesen entlegenen Winkel zwischen Castrop-Rauxel, Datteln und Recklinghausen.

Sehenswerte Flora und Fauna im Becklemer Busch

Von Nord nach Süd ist der Busch vom Breidenbrucher Bach durchzogen, dem Wasser aus mehreren Quellen und Gräben zufließt. Die Feuchtigkeit wissen Libellen und Wasservögel zu schätzen. Im Frühling öffnen Buschwindröschen und Scharbockskraut ihre Blüten; etwas später färben Wiesenschaumkraut und Sumpfdotterblumen den Wald.

[kein Linktext vorhanden] Der Becklemer Busch ist nicht nur ein entlegenes Refugium der Natur, sondern birgt darüber hinaus ein Bodendenkmal: Ein Hügel erinnert an die Klutenburg, die hier um das 6. bis 10. Jh. Mensch und Vieh Schutz gegeben haben soll. So ist der Busch ein kleiner Schatz, der bescheiden zwischen den Städten schlummert.

Becklemer Busch Waltrop - die Wanderroute 

0 m Startpunkt ist der Parkplatz am Schleusenpark (1)

40 m An der Straße geht es links herum.

140 m Gleich hinter dem Schleusenbauwerk überqueren wir vorsichtig die Straße und nehmen den Weg entlang der Altstrecke des Dortmund-Ems-Kanals. Hinter der Kurve liegt der Eingang zu einem Bunker (2) . Viele Menschen haben darin bange Stunden verbracht. In der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges luden alliierte Flugzeuge hier mehrfach ihre Bombenfracht ab, um das westdeutsche Kanalnetz lahmzulegen. Über dem Hebewerk schwebten an Seilen befestigte große Ballons, um die Flieger abzuhalten.

720 m An der Brücke steigen wir die Steintreppe hinauf und überqueren die Brücke.

[kein Linktext vorhanden] 790 m Hinter der Brücke führt ein Weg nach rechts zum Kanalufer hinab. Wir unterqueren die Brücke. Am linken Kanalufer, auf Waltroper Stadtgebiet, sehen wir das Alte Schiffshebewerk (3) und eine hübsche Zeile aus Sandsteinhäusern. Sie sind aus Steinen, die nach dem Bau des Hebewerkes übrig waren. Am Ende der Häuserzeile liegt, mitten auf dem Kanal, der Drei-Städte-Punkt (4) , wo sich die Grenzen von Castrop-Rauxel, Datteln und Waltrop treffen.

1200 m Wir müssen auf einen Weg achten, der in spitzem Winkel rechts die Böschung hinaufführt.

1430 m Der Weg mündet auf die Straße „Alter Postweg“, wo wir uns nach links wenden.

1600 m Am Ende der Straße führt rechts ein schmaler Weg zwischen den Häusern hindurch zur B 235. Es ist leider unvermeidlich, dass wir die hektische B 235 überqueren. Gegenüber führt die Straße „An der Linde“ westwärts. Nachdem wir freies Feld erreicht haben, grüßt links eine schöne Stieleiche (5) . Unter ihrer mächtigen Krone haben Imker einen Bienenstock aufgestellt, wo die schwarz-gelb gestreiften Tierchen „Allerfeinsten Meckinghover Bienenhonig“ ablegen. Die Bauern hier säen auf bestem Ackerland.

2370 m Am Ende des Weges biegen wir rechts ab auf „Zu den Höfen“ und überqueren die Bahnlinie Hamm-Osterfeld.

Becklemer Busch Waltrop - die Wanderroute, Teil 2 

2740 m An der nächsten Kreuzung geht es rechts ab und gleich darauf links um den Knick. In der Kurve steht ein kleines Femekreuz (6) aus Basaltlava, vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Es markiert etwa die Stelle, wo einst unter freiem Himmel Gericht gehalten wurde. 1945 warf es ein amerikanischer Panzer um. Heimatfreunde gruben später die Teile aus, fügten das Kreuz wieder zusammen und stellten es an seinen Platz. Wir laufen nun auf die Kirche des früheren Klosters St. Dominikus zu.

3250 m Kurz vor Erreichen der Dortmunder Str. biegen wir links ab in den Weg „Im Finkenbrink“.

3900 m Am Ende des Weges geht es links weiter.

4100 m Bei nächster Gelegenheit rechts abbiegen. Es geht über eine stillgelegte Bahnlinie, die teilweise als Radweg ausgebaut ist.

5330 m Kurz vor der Hochfeldstr. (K 15), wo unser Asphaltweg einen nicht ausgebauten Weg kreuzt, geht es links weiter. An dieser Stelle liegt rechts, an einer schönen Eiche, der Drei-Städte-Punkt (7) Castrop-Rauxel–Datteln–Recklinghausen. Nach SW sehen wir St. Johannes in Recklinghausen- Suderwich. Wir ahnen, dass Kirchen den Menschen einst nicht nur geistliche, sondern auch geografische Orientierung gaben. Mit Hilfe dieser Landmarken konnte man durchs ganze Land finden. Auf den Feldern treffen wir auf eine weitere Kreuzung. Nach links geht es bis ans Naturschutzgebiet Becklemer Busch (8) . Wir halten uns geradeaus.

5870 m Am „Heiligenkamp“ angekommen, geht es rechts ab ...

6020 m ... und dann gleich links in den „Breitenbruch“.

6390 m Am Bauernhaus folgen wir dem Weg nach links.

7110 m An der Horneburger Str. biegen wir rechts ab.

7210 m Gleich hinter der Unterführung geht es links weiter. Auch wo die Straße nach rechts knickt, halten wir uns links.

[kein Linktext vorhanden] 7900 m Der Beckumer Str. folgen wir nach rechts.

8120 m Kurz hinter dem Gasthaus zur Rechten wählen wir den Weg, der links durch die Felder führt.

8400 m Den nächsten Weg nach rechts nehmen wir.

6020 m An der Heidestr. biegen wir links in den Wald ein.

9100 m Wir überqueren die B 235 und halten uns rechts.

9350 m Hinter der Brücke folgen wir dem Rhein-Herne-Kanal bis zum Schiffshebewerk.

11340 m Insgesamt war unsere Tour gut 11,3 km lang.

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