Untersuchung

Frischlinge bei Warstein nicht an Schweinepest gestorben

Bei einer Jagd auf Wildschweine im Raum Anröchte/Warstein wurden verendete Frischlinge entdeckt. Sie sind allerdings nicht an Afrikanischer Schweinepest gestorben.

Bei einer Jagd auf Wildschweine im Raum Anröchte/Warstein wurden verendete Frischlinge entdeckt. Sie sind allerdings nicht an Afrikanischer Schweinepest gestorben.

Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest / WP

Warstein/Anröchte.  Nach dem Fund toter Frischlinge bei Warstein wurde im Internet über einen Schweinepest-Ausbruch diskutiert. Doch der Kreis Soest gibt Entwarnung.

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Bei einer Jagd zwischen Altenmellrich, Mellrich und Uelde (Anröchte) und Waldhausen (Warstein) wurden am Samstag fünf verendete Frischlinge gefunden. In den sozialen Medien wurde daher über einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest spekuliert, doch der Kreis Soest gibt Entwarnung: Die Wildschweine waren weder mit Afrikanischer noch mit Klassischer Schweinepest infiziert.

Der Veterinärdienst des Kreises hat die Kadaver am Montag zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Westfalen in Arnsberg gebracht. Dieses Vorgehen sei im Rahmen der Vorbeugung gegen Afrikanische Schweinepest erprobte Routine.

An bakteriellen Infektionen gestorben

Die vier zunächst aufgefundenen verendeten Frischlinge, etwa 15 Kilogramm schwer, lagen in einer Dickung in einem Umkreis von etwa 300 Metern. Bei der Jagd wurden zusätzlich normale Monitoringproben der erlegten Wildschweine genommen. Die Blutproben gingen zusammen mit den bereits am Wochenende geborgenen Kadavern der Frischlinge ebenfalls per Kurier ans CVUA.

Nun teilte das CVUA mit, dass die Proben negativ ausfielen. Da das Blut des fünften verendeten Frischlings, der entdeckt worden war, labortechnisch nicht zu verwerten war, musste in diesem Fall die Milz untersucht werden – doch ebenfalls ohne Befund. Die Frischlinge seien an bakteriellen Infektionen gestorben und litten unter anderem an Lungenentzündungen, teilte der Kreis Soest am Dienstag mit.

Fund toter Wildschweine sofort melden

Trotz der aktuellen Entwarnung erneuert Professor Wilfried Hopp, Leitender Kreisveterinärdirektor des Kreises Soest, den Appell, den Fund toter Wildschweine sofort zu melden: „Naherholungssuchende, die im Wald auf ein verendetes Wildschwein stoßen, sollten diese Information umgehend weitergeben.“ Der Veterinärdienst sei während der Dienstzeiten unter der Telefonnummer 02921/302195 erreichbar, außerhalb der Dienstzeiten könne man sich über die Notrufnummer 112 an die Kreisleitstelle wenden.

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