Symbolfigur

Neues Jägerken von Soest ist echter Allerheiligenkirmes-Fan

Neues Jägerken von Soest: Sebastian Moritz trägt 2019/20 das Wams der Soester Symbolfigur und steht Pate für den Verein der Kirmesfreunde Soest.

Neues Jägerken von Soest: Sebastian Moritz trägt 2019/20 das Wams der Soester Symbolfigur und steht Pate für den Verein der Kirmesfreunde Soest.

Foto: Gero Sliwa/Wirtschaft & Marketing Soest / WP

Soest.  Wenige Tage vor Beginn der Allerheiligenkirmes ist das neue Jägerken von Soest ernannt worden. Die Wahl fiel auf einen echten Kirmes-Fan.

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Seine Stimme dürfte so manchem sicher bekannt vorkommen und zahlreiche Soester sind mit ihm morgens sicher schon zur Arbeit gefahren: Der junge Mann, der ab Kirmes-Mittwoch offiziell das Amt des Jägerkens von Soest von seinem Vorgänger Till Heemann übernimmt und dann für ein Jahr an der Seite der Soester Bördekönigin offiziell die Hansestadt repräsentiert, heißt Sebastian Moritz, ist von Beruf freier Journalist und hat sein Volontariat einst beim Hellwegradio absolviert, wo er unter anderem die Nachrichten präsentierte.

Das Gesicht des 28 Jahre alten gebürtigen Dortmunders wird vielen vor allem aber im Zusammenhang mit dem Thema Sport vertraut sein, denn er ist Vorsitzender der Leichtathletikvereine im Kreis Soest. Daher kennt er auch bereits die amtierende Soester Bördekönigin Julia Bock. „Beim LAZ war ich Julias Trainer. Dass wir beiden fünf Jahre später aber mal als Bördekönigin und Jägerken nebeneinander auf einer Bühne stehen und die Soester Allerheiligenkirmes eröffnen, das konnten wir damals natürlich noch nicht ahnen“, erzählt er lachend.

Große Ehre für den Kirmes-Fan

Einmal ins Wams des Jägerkens schlüpfen zu dürfen und damit in Persona die offizielle Symbolfigur der Soester Allerheiligenkirmes zu sein, empfindet der riesige Kirmes-Fan als eine ganz große Ehre. „Schon als Kind, als ich noch nicht in Soest gewohnt habe, bin ich mit meinen Eltern zur Allerheiligenkirmes gefahren. Damals war ich vier oder fünf Jahre alt, aber ich kann mich noch gut daran erinnern. Jetzt lebe ich schon seit über zwanzig Jahren in der Bördestadt und verspüre spätestens ab Mitte Oktober jedes Jahr aufs Neue wieder dieses euphorische Kribbeln der Kirmes-Vorfreude. Um das ganze Jahr über ein bisschen was von der Kirmes zu haben, bin ich 2015 in den Verein der Kirmesfreunde Soest eingetreten. Die Allerheiligenkirmes als Kirmesfreund jetzt einmal als Jägerken miterleben zu können, ist natürlich das Größte!“, freut sich der kommunikative junge Mann auf alles, was in seiner einjährigen Amtszeit vor ihm liegt.

Die Kirmesfreunde Soest sind ein im Jahr 2014 gegründeter Verein mit gut 100 Mitgliedern, die sich für den Erhalt und die Förderung von Europas größter Altstadtkirmes einsetzen. Mit der Auswahl eines Amtsträgers aus den Reihen des Vereins, sollen die Kirmesfreunde in diesem Jahr in besonderer Weise geehrt und die Vereinsarbeit in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt werden.

Große Verbundenheit zu Soest

Zwar in Dortmund geboren, bezeichnet sich Sebastian selber als Soester. „Soest ist mein Zuhause, hier bin ich zur Schule gegangen, hier lebt der Großteil meiner Freunde, hier habe ich mein Volontariat gemacht, hier sitze ich gern auf dem Marktplatz und schaue Menschen beim Menschsein zu und hier möchte ich wohnen bleiben, auch wenn ich inzwischen beruflich öfter nach Köln fahren muss. Soest und die Allerheiligenkirmes sind ein Stück Heimat“, drückt der Repräsentant seine Verbundenheit fast schon philosophisch aus.

Dafür, auch anderen von der Liebe zu seiner Heimat zu erzählen, hat er als offizieller Repräsentant in seinem Amtsjahr als Jägerken sicher noch so manche Gelegenheit.

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