Wohnheim

Spatenstich für neue Unterkünfte

Spatenstich für das Übergangswohnheim am Schwarzen Weg. Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer, Elisabeth Prolingheuer und Sandra Wulf geben mit dem symbolischen ersten Spatenstich den Startschuss für die Bauarbeiten.

Foto: Reinhold Häken

Spatenstich für das Übergangswohnheim am Schwarzen Weg. Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer, Elisabeth Prolingheuer und Sandra Wulf geben mit dem symbolischen ersten Spatenstich den Startschuss für die Bauarbeiten. Foto: Reinhold Häken

Soest.   Am Schwarzen Weg im Soester Nordosten enstehen zwei Übergangswohnheime für Flüchtlinge. Dennoch: Wohnraum ist und bleibt Mangelware in der Stadt.

Die Problemlage hat sich ein wenig entspannt, die Grundproblematik bleibt aber die Gleiche: Soest ist ein attraktiver Ort für Menschen, Wohnraum ist und bleibt Mangelware. Das gilt insbesondere für preisgünstigen Wohnraum und Wohnraum für Flüchtlinge. Mit der Zuweisung von bis zu 90 weiteren Menschen aus den Krisenregionen der Welt rechnet die Stadt Soest noch im Laufe des Jahres, die auch diesen Menschen ein Quartier geben muss.

Dabei steht für Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer fest: Egal, wie viele Flüchtlinge noch kommen – kein Stadtteil soll über Maßen strapaziert werden. In jedem Viertel und auf jedem größeren Dorf wird nach Unterkunftsmöglichkeiten gesucht. Dezentrale Unterbringung heißt das Stichwort. „Wir wollen die Menschen, die zu uns kommen, bestmöglich integrieren. Das gelingt am leichtesten mit Wohnen in kleineren Einheiten“, erläuterte der Bürgermeister nun beim Spatenstich von zwei Übergangswohnheimen am Schwarzen Weg.

Platz für 60 Menschen

Dabei erinnerte er an Vorbehalte und Sorgen der Nachbarschaft, die bei Bürgerversammlungen im Frühjahr deutlich und lautstark formuliert worden waren. „Wir nehmen die Sorgen ernst. Wir stehen zu unseren Verpflichtungen und werden alles daransetzen, die neuen Bürger so schnell und erfolgreich wie eben möglich zu integrieren.“ 60 Menschen sollen in den beiden Gebäuden mit je acht Nutzungseinheiten eine Bleibe finden. Die Gebäude kosten zwei Millionen Euro und sind so konzipiert, dass sie später um Balkone und Aufzug erweitert werden können. Sollten sie einst nicht mehr für Flüchtlinge genutzt werden, könnten sie in durchaus attraktiver Lage zur Innenstadt für „normales Wohnen“ genutzt werden.

Die Wohnungen sind zwischen 33 und 84 Quadratmeter groß. Die Gebäude werden in massiver Bauweise nach Energieeinsparverordnung errichtet. Die Pläne für den Bau stammen aus der Feder des Soester Architekten Matthias Hellmann und zeichnen sich durch eine einfache, zweckmäßige, aber durchaus ansprechende Architektur aus. Sie sind nicht unterkellert, Abstellräume werden im Dachbereich entstehen.

Andere Nutzung möglich

Die Außenanlagen umfassen neben Fahrradabstellplätzen auch zukünftige Stellplätze sowie eine kleine Spielfläche für Kinder im Außenbereich. Falls alles reibungslos läuft, können die ersten Bewohner im Juni 2018 einziehen. Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Elisabeth Prolingheuer (Betriebsausschusses Zentrale Gebäudewirtschaft und Sandra Wulf (Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Sozialwesen) gaben mit dem symbolischen ersten Spatenstich den Startschuss für die Bauarbeiten der neuen Flüchtlingsunterkunft am Schwarzen Weg.

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