Wälder

Vorsicht: Eichenprozessionsspinner im Sauerland wieder aktiv

Im Kreis Soest ist der Eichenprozessionsspinner wieder aktiv. Seine Härchen können bei Menschen und Tieren schlimme Verbrennungen hervorrufen.

Im Kreis Soest ist der Eichenprozessionsspinner wieder aktiv. Seine Härchen können bei Menschen und Tieren schlimme Verbrennungen hervorrufen.

Foto: Patrick Pleul

Kreis Soest.   Pusteln und Asthma: Die Brennhärchen des Eichenprozessionsspinner sind sehr gefährlich. Das Regionalforstamt Soest-Sauerland gibt Warnhinweise.

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Sie sind klein, grün-schwarz gestreift und in den Monaten Mai und Juni für Mensch und Tier sehr gefährlich: Der Eichenprozessionsspinner ist aktuell in den Wäldern sehr aktiv. Das hat nun das Regionalforstamt Soest-Sauerland auf seiner Facebook-Seite vermeldet.

Giftige Raupe: Fakten rund um den Eichenprozessionsspinner

Die Raupe des Eichenprozessionsspinners sorgt für Ärger. Ihre giftigen Härchen können für Menschen gefährlich werden. Die Fakten im Überblick.
Giftige Raupe: Fakten rund um den Eichenprozessionsspinner

Die Mitarbeiter des Regionalforstamts geben daher einige Hinweise für Spaziergänger, aber auch für Hundehalter. Gerade im dritten Larvenstadium seien die kleinen Härchen der Raupen sehr gefährlich – und in diesem Stadium befinden sich die Tiere derzeit noch bis Juni. Die Widerhaken ihrer Brennhaare sind mit einem Nesselgift versehen, das bei Menschen unter anderem juckende Pusteln und Asthma hervorrufen kann. Besonders gefährlich aber seien die Nester des Eichenprozessionsspinner.

Keine Bekämpfung in den Wäldern

Eine deutliche Vermehrung der giftigen Raupen sieht Maik Hoesmann, Forstinspektoranwärter beim Regionalforstamt Soest-Sauerland, nicht. „Die gab es immer schon in unseren Wäldern. Allerdings kann es zu regionalen Veränderungen kommen, daher sind sie in den Regionen mal mehr und mal weniger stark aktiv“, sagt er. Vorfälle, in denen Menschen oder Tiere in dem Revier des Regionalforstamts durch die Raupen zu Schaden gekommen sind, seien ihm nicht bekannt.

Auch eine Bekämpfung der Schädlinge innerhalb des Waldes gebe es nicht. „Bundesweit hat es aber bereits Maßnahmen zur Bekämpfung gegeben. Gerade wenn die betroffenen Bäume im Stadtgebiet oder in der Nähe von Kindergärten sind“, sagt Hoesmann.

Symptome ernst nehmen

Sollte aber doch ein Spaziergänger mit den kleinen Härchen in Kontakt kommen, rät das Regionalforstamt die Kleidung noch im Freien zu wechseln und die Schuhe nass zu reinigen. Zudem sollte die Kleidung bei 60 Grad gewaschen werden. Sichtbare Härchen seien am Besten mit einem Klebestreifen zu entfernen. Bei Atemnot sollten Betroffene schnellstmöglich einen Rettungsdienst alarmieren.

Auch bei Hunden können die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners hochgradige, allergische Reaktionen hervorrufen. Diese reichen von Hautrötungen über Schwellungen an der Zunge bis hin zu Fieber, Schwindel und Reizungen der Augen. Hundehalter sollten in dem Fall umgehend den Tierarzt aufsuchen.

Dennoch solle laut Hoesmann der Facebook-Post keine Panik verursachen. Vielmehr möchte das Regionalforstamt auf mögliche Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner hinweisen.

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