Ehrenamt

Was „Wir für Warstein“ sich für den Ortskern vorgenommen hat

Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in der Initiative "Wir für Warstein" (von links): Monika Pauli, Liesel Becker-Jostes, Jürgen Kösters, Thekla Böckmann, Lotte Alz, Beate Risse, Elisabeth Frohne-Kuhle.

Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in der Initiative "Wir für Warstein" (von links): Monika Pauli, Liesel Becker-Jostes, Jürgen Kösters, Thekla Böckmann, Lotte Alz, Beate Risse, Elisabeth Frohne-Kuhle.

Foto: Stadt Warstein / WP

Warstein.  Eine Gruppe von Ehrenamtlichen hat sich vorgenommen, den Warsteiner Stadtkern Stück für Stück gemütlicher zu machen. Das Engagement kommt gut an.

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Oft sind es auch die kleinen Dinge, die große Wirkung erzielen: Während in der Stadt Warstein aktuell allerorten große Bauprojekte zielstrebig in die Höhe getrieben werden, wird der Ortsteil Warstein fast Tag für Tag ein Stück schöner und gemütlicher. Hier ein neuer Blumenkübel, dort zwei neue Bänke oder frische Farbe für das Drachenschiff. Am Werk sind nicht etwa Heinzelmännchen, sondern engagierte Bürgerinnen und Bürger der Initiative „Wir für Warstein“.

Lotte Alz erinnert sich noch genau an den „Dankeschön-Nachmittag“ am Gutshof, bei dem sie Bürgermeister Thomas Schöne angesprochen hat. „Ich komme aus Suttrop, habe in Münster gelebt, und mir fehlte im Ortsteil Warstein der Zusammenhalt, die Initiative. Deshalb schrieb ich Herrn Schöne im Anschluss eine Mail, in der ich aufgelistet habe, was ich geändert sehen möchte“, so Lotte Alz. Die Antwort des Bürgermeisters kam prompt: Er könne ihren Ideen und Änderungswünschen nur beipflichten – und bat sie, einfach selbst die Initiative zu ergreifen und die Punkte umzusetzen.

Heimatscheck für Ehrenmal an der Kirche

Das ließ sich Lotte Alz nicht zweimal sagen. „Ich ärgere mich immer über Menschen, die nur meckern, aber nicht selbst mit anpacken. Deshalb nahm ich mir vor, einfach mal zu versuchen, die Ideen umzusetzen“, erinnert sich die Warsteinerin. Als erstes sprach sie Gisela Jütte an, und Bürgermeister Schöne „schickte“ ihr Elisabeth Frohne-Kuhle als Mitstreiterin. Weitere Unterstützer fand sie in dem Ortsvorsteher Dietmar Lange, dem Ortsheimatpfleger Bernd Schauten und dem Besitzer des Kinderladens am Marktplatz Jens Raßmus.

Erstes Projekt sollte das Ehrenmal an der Kirche werden. „Ein Ehrenmal ist in einem Ort immer ein markanter Punkt, denn hier wird deutlich, wie die Stadt das Andenken an jene, die ihr Leben ließen, pflegt. Dadurch kam auch der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Jürgen Kösters zu unserer Gruppe“, so Alz. Beim Regierungspräsidium in Arnsberg beantragte die Initiative einen Heimatscheck in Höhe von 2000 Euro und konnte mit diesem Startkapital so richtig loslegen.

Mehr als zehn Menschen engagieren sich

Das Team säuberte das Ehrenmal, bepflanzte das Areal und umliegende Blumenkübel neu, aktivierte den Sandkasten auf dem Marktplatz, strich das Drachenschiff, stellte neue Blumenkübel am Glockenspiel auf, ebenso wie zwei neue gemütliche Bänke, die bereits von Passanten gerne genutzt werden. Sechs Personen gießen bereits im zweiten Sommer regelmäßig die Blumen und pflegen den Sandkasten.

Mittlerweile gehören zehn bis zwölf Personen der Initiativgruppe „Wir für Warstein“ an, einige Unternehmen und Banken unterstützen mit Geld oder Sachleistungen. „Das hat mir schon viele Stunden Kopfzerbrechen bereitet, wie ich die Leute anspreche. Aber ich bin froh, dass es geklappt hat und dass wir viele Dinge kurzfristig umsetzen konnten“, unterstreicht Lotte Alz.mar

Konkrete Ideen für weitere Projekte

Dabei hat die Warsteinerin schon konkrete Ideen für die weiteren Projekte: Die Bus-Wartehalle am Marktplatz soll renoviert werden, das Geld hat sie bereits von zahlreichen Sponsoren zusammen, auch eine schöne Weihnachtsbeleuchtung soll installiert werden.

Lotte Alz blickt voraus: „Wir hoffen, dass einige Schaufenster an der Hauptstraße wieder schöner werden, und wir haben viele Ideen für mehr Kunst in der Stadt. Mir ist eines besonders wichtig: nicht meckern, sondern selbst aktiv werden, einfach ausprobieren – alle werden sehen, es klappt!“ Weitere Unterstützer und Spender sind gerne gesehen und können die genannten Aktiven direkt ansprechen.

Bürgermeister Thomas Schöne ist voll des Lobes: „Das ist eine tolle Erfolgsgeschichte! Besten Dank an alle Ehrenamtlichen für ihren Einsatz!“

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