Tradition

Gänsereiter nehmen diesmal die Politik satirisch aufs Korn

Gänsereiterkönig Maximilian Schellhoff und seine Königin Christina Somberg mit zwei der ausgesuchten Motive für den Straßenkarneval.

Gänsereiterkönig Maximilian Schellhoff und seine Königin Christina Somberg mit zwei der ausgesuchten Motive für den Straßenkarneval.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Höntrop.  In der Halle in Höntrop ist der Wagenbau mit der Motivsuche gestartet. Drei Entwürfe werden die Gänsereiter für den Straßenkarneval umsetzen.

Schon die Entwürfe machen neugierig, die die Pin-Wand im Gänsereiter-Clubheim in Höntrop bedeckten. Regelrechte aufwendige Cartoons hatten sich die kreativen Blaukittel einfallen lassen, nach denen die Wagen für den Straßenkarneval der neuen Session gestaltet werden.

Unter 13 Entwürfen galt es zu wählen, und zwei lagen schnell in der Gunst vorn, beim dritten war der es der Themenkreis, nur das konkrete Motiv musste noch bestimmt werden. Den Brexit hatten sich die Zeichner unter anderem vorgenommen, dazu den Niedergang der SG Wattenscheid 09, also lokale, europäische, politische und weltanschauliche Kommentare und Seitenhiebe in Bildern.

Nach der Abstimmung werden sich die Wagenbaumeister Klaus Pieper und Christian Strüwer ab sofort mit dem Doppel-Führungs-Duo der CDU, „Merkel und AKK“, dem Märchen um die Schwarz-Weißen von der Lohrheide und dem Abschied eines Höntropers vom Bezirks-Bürgermeister-Sessel befassen. Pieper unkte nach der Auswahl denn auch: „Eigentlich brauchen wir ‘nen Möbelbauer.“

Das „rollende Material“ für die beiden Umzüge in Wattenscheid und Höntrop, ausrangierte, aber technisch sichere Autos zur Aufnahme der eigentlichen Motiv-Figuren, ist schon überprüft und kann auf die Straße. Dazu schicken die Gänsereiter jedes Mal auch noch ihre Festwagen mit auf Tour. Das Motto des Königspaars ist diesmal „In Höntrop kann man deutlich seh’n, dass Jung und Alt zusammen steh’n“.

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