Familiendiskos

Wattenscheider füllt mit „Club Kids“ die Diskos im Revier

Tobias Kortmann hat mit seinen Club-Kids-Partys ein Erfolgsformat geschaffen. Schneemann Olaf, Eiskönigin Elsa (li.) und ihre Schwester Anna gehören bei jeder Party dazu.

Tobias Kortmann hat mit seinen Club-Kids-Partys ein Erfolgsformat geschaffen. Schneemann Olaf, Eiskönigin Elsa (li.) und ihre Schwester Anna gehören bei jeder Party dazu.

Foto: TK Events

Wattenscheid.  Ein Wattenscheider hat mit den „Club Kids“-Partys ein Erfolgsformat im Ruhrgebiet geschaffen. Die Familiendiskos locken bis zu 1200 Besucher an.

Die lange Bermuda-Nacht zuvor ist noch empfindlich deutlich zu riechen. Den Kindern ist’s schnuppe. Übermütig nehmen sie ab Sonntagmittag das „Riff“ in Beschlag. Die Minis machen Party, wo sonst die Großen feiern: Ein Wattenscheider macht’s möglich.

Mit seinen „Club-Kids“ hat Tobias Kortmann ein Erfolgsformat geschaffen. Seit drei Jahren veranstaltet der Eppendorfer mit seiner Agentur „TK-Events“ die Familiendiskos. Was 2016 in der Bochumer Zeche begann, füllt inzwischen auch Diskotheken u.a. in Dortmund, Duisburg, Bottrop und Oberhausen.

Partys erreichen bis zu 1200 Besucher

Der gelernte Werbekaufmann und ehemalige Gastronom ist ein alter Hase im Veranstaltungsgeschäft. Kortmann organisierte Oldie-, Techno- und Revivalpartys. Zwar erkannte er alsbald, dass Kinderdiskos eine Marktlücke sein könnten: „Kinder lieben es zu tanzen.“ Doch auf den Markt traute er sich erst mit einem Konzept, das – anders als bei den Mini-Diskos im Urlaubshotel – auch die Mütter und Väter, Omas und Opas, Onkel und Tanten einbezieht. Die ganze Familie soll Spaß haben, feiern, die Tanzfläche stürmen: in einer „richtigen“ Diskothek, mit DJs, opulenter Lichtanlage und aktuellen Charts-Hits.

Die Idee hat gezündet. Auf 20 Partys hat es Kortmann bislang gebracht, darunter in der Zeche und in der Matrix in Langendreer. Zwischen 400 und 1200 Besucher strömen herbei. Erwachsene zahlen neun, Kinder sieben Euro Eintritt. Nicht billig. Doch die Bude bebt.

Von „Cotton Eye Joe“ bis „Cordula Grün“

So auch am vergangenen Sonntag im prächtig gefüllten „Riff“ im Bermudadreieck. Dem „singenden Känguru“ folgt „Cotton Eye Joe“, nach „Cordula Grün“ wartet „Mama Laudaaa“. Die Kids tanzen und singen mit. Und manche coole Mama (die Papas sind zurückhaltender) ist mindestens ebenso begeistert dabei, während im Nebenraum für die kleineren Kinder Mitmachsongs aus dem Kindergarten erklingen. Dazu Waffeln und Würstchen für faire einsfünfzig: „Wir finden’s prima hier. Unsere Melina liebt die Club-Kids“, strahlt Christiane Lehmholz (34).

Tobias Kortmann strahlt mit. Auch er ist ein Familienmensch: Sohn Olaf (19) spielt den Schneemann, Tochter Lisa (21) steht an der Kasse, Mutter Christel backt die Waffeln.

Alle Infos und Termine auf www.clubkids.nrw

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