Stadtentwicklung

Wattenscheids City-Süd soll attraktives Wohnviertel werden

Oliver Buschmann (Die Grünen) diskutiert mit Bürgern in der Info-Veranstaltung im Rathaus in Wattenscheid über die Bebauung der aufgegebenen Sportplätze an der Berliner Straße.

Oliver Buschmann (Die Grünen) diskutiert mit Bürgern in der Info-Veranstaltung im Rathaus in Wattenscheid über die Bebauung der aufgegebenen Sportplätze an der Berliner Straße.

Foto: Gero Helm / FFS

Wattenscheid-Mitte.  Auf dem ehemaligen Stadiongelände direkt am Wattenscheider Kern kann ein neues Quartier entstehen. Bürger-Info-Veranstaltung sammelt Anregungen.

Die Beschreibung hat etwas von städtebaulichem Hochglanzformat mit viel Grün, guter Erschließung und fußläufiger Erreichbarkeit des Wattenscheider Kernbereichs mit allen Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Verwaltung, Einzelhandel. Der Tenor der Bürgerinfo-Veranstaltung zur Entwicklung des Areals auf dem ehemaligen Stadion Beckmannshof/Klaus-Steilmann-Sportplatz zwischen Berliner Straße und An der Papenburg war durchweg positiv. Die „City-Süd“ rund um den Beckmannshof soll ein Platz zum Wohnen werden, „Wattenscheid für die Menschen attraktiv machen“.

Diese Hoffnung äußerte Burkhard Huhn, Abteilungsleiter bei der Bauplanung. Etwa 200 Wohnungen können hier entstehen, 2,3 Hektar Fläche umfasst das Gebiet. „Wir benötigen etwa 800 neue Wohnungen jährlich in der Gesamtstadt“, betonte er, „davon ein Viertel als öffentlich geförderte. Auch und gerade hier in Wattenscheid für mehr Haushalte, bei rundum steigenden Mieten und Altbauten, die nicht gefragt sind.“

Rund um den seit 2014 nicht mehr genutzten Sportplatz soll vorrangig Raum für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser ausgewiesen werden. Auch die Verkehrssituation soll umfassend vorab untersucht werden. Denn in der Info-Veranstaltung klangen mehrfach die Probleme auf der Berliner Straße in Stoßzeiten, durch die Ansiedlung des Toom-Baumarktes und die Umgestaltung der Hauptstraße durch Ausweisung des eigenen Radstreifens an.

Die Stadt möchte in Zusammenarbeit mit dem privaten Grundeigentümer noch in diesem Jahr ein

Auswahlverfahren für mögliche Investoren auf den Weg bringen. Auch die Landesregierung ist über die Initiative Bau.Land.Partner NRW mit am Tisch. Sie soll die Baulandentwicklung auf Standorten im Privatbesitz erleichtern.

Beckmannshof, Tennis-Anlage und Freiflächen sind in der Konzeption von der neuen Bebauung ausgenommen. Auf den Wattenscheider Bach, der hier noch verrohrt verläuft, ist schon besonders geachtet worden. Er spielt eine Rolle bei der Freiflächengestaltung und beim Hochwasserschutz.

Im südlichen Bereich direkt an der Autobahn ist die Ausweisung für nicht störendes Gewerbe vorgesehen.

Die kleineren Flächen an der Dr.-Eduard-Schulte-Straße werden im Verfahren bereits mit betrachtet, allerdings getrennt überplant. Baubeginn könnte schrittweise ab 2024 auf dem größeren, ehemaligen Sportplatzgelände sein, zwei Jahre später auf dem kleineren Teil.

In einem Stadium, „in dem der Plan für die Verwaltung noch formbar ist“, wie es Projektberater Jens Stachowitz beschreibt, gab es bereits Anregungen zu Details. So wäre ein Kreisverkehr an der Berliner Straße/Steeler Straße zu untersuchen, wurde gefragt oder ob es wieder einen Gondelteich geben könne.

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