Universität

150 neue Studenten: FOM Wesel gehen allmählich die Räume aus

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Geschäftsleiterin Birgit Lippmann und Prof. Dr. Gottfried Richenhagen vor der FOM in Wesel.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Geschäftsleiterin Birgit Lippmann und Prof. Dr. Gottfried Richenhagen vor der FOM in Wesel.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKEFoto Services

Wesel.  Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Studium an der privaten Hochschule. Laut Geschäftsführerin Lippmann komme die FOM an ihre Grenzen.

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Führungswechsel an der FOM in Wesel: Nach dem Abgang von Marcel Sassenberg hat Birgit Lippmann zum 1. Dezember 2019 die kommissarische Geschäftsleitung der privaten Hochschule übernommen. Bei ihrem ersten Treffen mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp im Unizentrum am Großen Markt konnte Lippmann sogleich eine positive Nachricht verkünden. So sei die Zahl der Studierenden im Vergleich zu 2018 von 300 auf 400 gestiegen. Allein für das aktuelle Wintersemester hätten sich rund 150 Studenten neu an der FOM eingeschrieben.

Weseler Hochschule profitiert von ihrer zentraler Lage

„Wir sind als Stadt sehr froh, dass die Hochschule so gut angenommen wird“, sagte Westkamp. Seit ihrem Start im Jahr 2013 habe sich die FOM zu einem „echten Standortfaktor“ entwickelt. Zudem biete die Privatuni mit ihrem Hochschulzentrum in der Innenstadt eine angenehme Lernatmosphäre in zentraler Lage. Prof. Dr. Gottfried Richenhagen, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter der FOM, führte das gestiegene Interesse der Studierenden unter anderem auf einen Bewusstseinswandel zurück. „Die Leute wollen wieder an ihrem Wohnort studieren.“

Die FOM für berufsbegleitende Studiengänge bediene mit ihrem Angebot diese Nachfrage. „Wir bieten zum Beispiel viel im Sozial- und Gesundheitsbereich an“, so Richenhagen. „Da gibt es hier in der Region nicht viele Alternativen.“ Auch der Bereich Business Administration sowie der Studiengang Wirtschaft und Psychologie seien sehr gefragt. „Wir sehen das ja bei uns selbst“, fügte Westkamp an. „Auch in der Stadtverwaltung wächst der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften.“

Platzmangel an der FOM: „Das ist eine Herausforderung“

Die steigende Zahl der Studierenden stelle die Hochschule aber auch vor ein logistisches Problem, räumte Lippmann ein. „Aufgrund des Wachstums kommen wir mit unseren Räumlichkeiten an unsere Grenzen.“ So würde die FOM bereits gelegentlich auf das Rathaus und Räume der Volkshochschule Wesel ausweichen müssen. „Das ist eine Herausforderung, die ganz klar da ist“, so die kommissarische Geschäftsleiterin. Es sei jedoch nicht so einfach, große Säle zu finden, die die vorgegebenen Sicherheitsstandards erfüllen, ergänzte Richenhagen.

Eine weitere Aufgabe, der sich Lippmann in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt widmen will, ist die Akquirierung neuer Kooperationspartner. Die FOM arbeitet bereits mit verschiedenen Unternehmen und Bildungseinrichtungen zusammen – darunter die Gesamtschule Hünxe oder die Stadtbücherei Wesel. Zuletzt konnte im November 2019 die psychiatrische Initiative Xanten (Spix) als neuer Partner gewonnen werden. Mit weiteren Unternehmen stehe die private Hochschule derzeit in Gesprächen.

Lippmann plant Veranstaltungen für alle Weseler

Das Angebot der FOM solle sich allerdings nicht nur auf die eigenen Studierenden beschränken. „Ich habe vor, regelmäßige Veranstaltungen aufzuziehen, die für alle Bürger in Wesel sind“, so Lippmann. Auch das Gesundheitsforum wolle die kommissarische Geschäftsleiterin 2020 weiterführen. „Unser Ziel ist es, das Haus voll zu kriegen.“ Schließlich verstehe sich die Universität als „Hochschule in der Region“, so Richenhagen. „Da muss man an seinem Wohnort vernetzt sein.“ Damit sich auch im Sommersemester wieder zahlreiche Studierende an der FOM anschreiben.

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