Kultur und Geschichte

Mehr als 11.000 Besucher kamen ins LVR-Niederrheinmuseum

Der Eingang ins LVR-Niederrheinmuseum. Foto :

Der Eingang ins LVR-Niederrheinmuseum. Foto :

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Wesel.  Der Landschaftsverband Rheinland hat erstmals für das neue LVR-Niederrheinmuseum Wesel Zahlen herausgegeben. Er sieht eine positive Entwicklung.

Einmal im Jahr befasst sich der Kulturausschuss des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) mit den Besuchszahlen und den Erlösen in seinen Museen. Erstmals mit dabei: das LVR-Niederrheinmuseum Wesel, das Mitte März vergangenen Jahres nach langer Sanierungspause aus dem Preußen-Museum NRW hervorgegangen ist.

Der Landschaftsverband äußert sich zufrieden, spricht von einer positiven Entwicklung. Denn gegenüber der im Haushaltsplan 2018 veranschlagten Zahl von 9000 Besuchern wurden immerhin 11.507 Interessierte gezählt - eine Nachfragesteigerung von knapp 28 Prozent. Von ihnen haben 6810 Gäste Eintritt bezahlt, die restlichen 4697 Interessenten nutzten die Möglichkeit, gratis die Ausstellung im ehemaligen Körnermagazin der Zitadelle anzuschauen. Denn Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen kostenfrei vorbeischauen. Zudem lädt das LVR-Niederrheinmuseum Wesel am ersten Freitag im Monat generell zum Gratisbesuch ein.

Übergangsphase bis Mitte 2023

Derzeit befindet sich das Museum weiterhin in einer Übergangsphase auf dem Weg zu einem Regionalmuseum zur Geschichte und Kultur des Niederrheins. Dabei handelt es sich um einen Prozess, der voraussichtlich erst Mitte 2023 enden wird. Bis dahin halten die Fachleute 9000 Besucher im Jahr weiter für realistisch.

Eher enttäuschend ist allerdings die Resonanz auf die Sonderausstellung „Wesel und die Niederrheinlande. Schätze, die Geschichte(n) erzählen“. Schließlich kostete die Schau gut 194.000 Euro. Dafür erwartete man 21.000 Besucher, es kamen allerdings nur etwas mehr als die Hälfte, nämlich 11.071. Als Begründung für die Abweichung von der 2015 erstellten Planung wird die unerwartet lange Schließung des Hauses angeführt. Denn so hätten ursprünglich eingeplante Synergieeffekte durch das Weseler Stadtjubiläum im Jahr 2016 sowie das Reformationsjahr 2017 nicht genutzt werden können. Immerhin wird die Präsentation weiter als Interimsausstellung gezeigt, zudem fließen Teile dieser Schau auch in die spätere ständige Ausstellung ein.

26.548 Euro an Eintrittsgeldern

Insgesamt nahm das LVR-Niederrheinmuseum Wesel im vergangenen Jahr 26.548 Euro an Eintritt ein, hinzu kamen 27.099 Euro an zusätzlichen Erlösen. Darin enthalten sind Veranstaltungen, Gegenstände aus dem Shop, die Gastronomie, Raumvermietung, museumspädagogische Programme, Vorträge und Konzerte. Im Durchschnitt ließ jeder Besucher 4,66 Euro im Museum. Damit bewegt sich die Weseler Einrichtung im Bereich des Durchschnitts aller 13 LVR-Museen, der bei 4,79 Euro liegt. Zum Vergleich: Im Archäologischen Park und Römermuseum Xanten sind es bei Einnahmen von 1.899.082 Euro durchschnittlich 3,23 Euro pro Besucher.

Wünsche und Erwartungen werden abgefragt

Mit Blick auf die geplante neue Dauerausstellung beschäftigt man sich derzeit damit, wie Museumsgäste in der Breite angesprochen werden können. Erkenntnisse über Wünsche und Erwartungen soll eine Befragung im nächsten Halbjahr bringen. Verstärkt werden soll die Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit, etwa bei den Angeboten für Schulen.

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