Alle lieben „Frau Paul“

Wesel.  Da wird doch der sprichwörtliche Hund zum Esel und statt in der Pfanne, im Schwimmbad verrückt! Denn anstatt als Stadtmaskottchen in Bronze am Berliner Tor zu glänzen oder als stattlicher Werbeträger vor Geschäften in der Fußgängerzone die Kunden und Besucher der Stadt zu begrüßen, geht die aufblasbare Variante des Huftieres jetzt regelmäßig baden.

Da wird doch der sprichwörtliche Hund zum Esel und statt in der Pfanne, im Schwimmbad verrückt! Denn anstatt als Stadtmaskottchen in Bronze am Berliner Tor zu glänzen oder als stattlicher Werbeträger vor Geschäften in der Fußgängerzone die Kunden und Besucher der Stadt zu begrüßen, geht die aufblasbare Variante des Huftieres jetzt regelmäßig baden.

Neue Bestimmung

Jetzt wurde der aufblasbare Esel, der einst der Tauchsportgemeinschaft Wesel gehörte und schon beim menschlichen Brückenschlag über den Auesee – Aktion im 775. Jubiläumsjahr Wesels – zum Einsatz kam, einer neuen Bestimmung zugeführt. Der Freizeittreff der Lebenshilfe begrüßte das schwimmfähige Tier im Bislich-Bad mit viel ausgelassener Freude.

Georg Hober, Verantwortlicher für den Freizeittreff, verhalf „Frau Paul“, so hatte Christiane Drost das luftige Wesen benannt, zur ersten Schwimmstunde mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Schwimmgruppe des Freizeittreffs. Neben Georg Hober trainieren Dagmar Argo und Lutz Müller von der VSG (Versehrtensportgemeinschaft) die rund 25 Schwimmer. Neben Wassergewöhnung, Wasserspielen und –gymnastik steht für einige auch intensiveres Schwimmtraining auf dem Programm, erklärt Lutz Müller im lockeren Gespräch vor der Schwimmeinheit im Bislich-Bad. Spaß machen vor allem Rückenschwimmen, Ballspielen im Wasser, Wassertanz zu Musik, Tauchen nach Gegenständen, Pool-Nudel-Reiten oder mit Schwimmbrettern durchs Wasser gleiten, erklären Irene Schiwy, Bernd Schöffel, Gerd Scholz, Jürgen Janzen und Christiane Drost, die sich auf den Schwimmbadtermin schon die ganze Woche freuen. Runde um Runde schwimmen und toben die „Wasserratten“ mit „Frau Paul“ durchs Becken und haben einen riesen Spaß.

Als Gag erzählt man sich, dass Esel „Frau Paul“ mindestens schon das Seepferdchenabzeichen haben müsse, denn der Aufenthalt im Wasser gelingt ohne Probleme und Luftverlust. Mit einem ungefähren Stockmaß von 150 Zentimetern und einer Körperlänge von 180 Zentimetern verlieren die Aktiven des Freizeittreffs der Lebenshilfe „Frau Paul“ auch niemals aus dem Blick. Mit einem herzlichen „Danke“ hat der Esel nun ein neues und dauerhaftes Zuhause gefunden.

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