Hamminkeln. Im Bauausschuss zeigen sich viele Ringenberger besorgt über die Zukunft von Schloss Ringenberg. Sie wollen den öffentlichen Zugang.

Viele Ringenberger waren am Mittwochabend in den Ratsaal gekommen, um sich die Präsentation von Alexander Hoffmann anzuhören. Der Weseler interessiert sich für den Kauf von Schloss Ringenberg und präsentierte erstmals seine Bewerbung in der Öffentlichkeit.

Wolfgang Rasim, als Vertreter des Ringenberger Heimatvereins, wunderte sich im Vorfeld vor allem über die vermeintliche Eile, mit der die Verwaltung das Thema zurzeit durch die entsprechenden Gremien „peitscht“: „Warum diese Hektik, wo doch gerade erst die Informationen an die Öffentlichkeit fließen?“ Das konnte Bürgermeister Bernd Romanski schnell beantworten. Die Verwaltung habe das Konzept vorstellen wollen, bevor Anfang des Jahres die Haushaltsberatungen anstehen: „Wir wollen schon wissen, wo die Reise hingehen soll.“

Fördermittel für Ringenberg mehr als fraglich

Angesichts des Urteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, das den 60-Milliarden-Fonds der Bundesregierung für den Klimaschutz gekippt hat, geht die Stadt allerdings zurzeit davon aus, dass die eigentlich eingeplanten 2,7 Millionen Euro Bundeszuschuss für die Schlosssanierung nicht fließen werden. Denn es gibt bisher die Ankündigung, aber bisher keinen gültigen Förderbescheid. Deshalb prognostizierte Bürgermeister Bernd Romanski skeptisch: „Das Geld wird nicht fließen.“

Friedhelm Leiting, der Vorsitzende des Heimatvereins, verwies noch mal auf die Bestrebungen, gemeinsam mit Münsteraner Architekturstudenten ein Konzept für Schloss Ringenberg zu entwickeln. Da hätte die Verwaltung gerne eine Zeitschiene, wann man mit welchen Ergebnissen rechnen könne, damit die Überlegungen der Studenten um Prof. Theising auch in den weiteren Prozess eingebunden werden könnten. Auch der Ringenberger Klaus Frede meldete sich zu Wort. Er sei jetzt 80 Jahre alt und wolle die Ruheoase Schlossgarten genießen, ohne dafür Eintritt zu zahlen, mahnte er den freien Zugang zur Grünanlage an.