Evangelische Kirchengemeinde

Auszug aus dem neuen Lutherhaus in Wesel geplant

Das Verwaltungsgebäude mit Sitz der Kirchenkreisverwaltung (vorne) wird nicht saniert. Es soll einen Umzug in andere Räume geben. Foto:Erwin Pottgießer

Das Verwaltungsgebäude mit Sitz der Kirchenkreisverwaltung (vorne) wird nicht saniert. Es soll einen Umzug in andere Räume geben. Foto:Erwin Pottgießer

Wesel.   Die Sanierung des in die Jahre gekommenen Baus aus dem Jahr 1972 kommt die Kirchengemeinde zu teuer. Jetzt sucht sie etwas zur Miete.

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Während das historische Lutherhaus ab der nächsten Woche für 180 000 Euro saniert wird, droht dem daran anschließenden Betonbau von 1972 möglicherweise der Abriss. Noch steht das allerdings nicht so genau fest, nur so viel: Die Evangelische Kirchengemeinde Wesel wird das neuere Lutherhaus aus Kostengründen und wirtschaftlichen Erwägungen nicht sanieren und instandsetzen. Denn das wäre dringend nötig, wie Superintendent Thomas Brödenfeld sagt.

Bis zu fünf Millionen Euro wären nötig

Im Sommer sei es in den Räumen schnell 30 Grad warm, im Winter steige das Thermometer teils nicht über 17, 18 Grad. Zwei Millionen hätte man in das Gebäude investiert, doch es wären nach drei Gutachten im Laufe der Jahre 4,5 bis fünf Millionen Euro, und das sei einfach zuviel. Denn wenn einmal mit der Sanierung begonnen wird, zählt auch der Bestandsschutz beim Brandschutz nicht mehr. Hier müsste tief in die Tasche gegriffen werden. Außerdem benötigen Kirchenkreis und Diakonisches Werk dringend mehr Räume.

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagt Pfarrer und Presbyteriumsvorsitzender Dr. Christoph Kock, der zusammen mit Brödenfeld und dem stellvertretenden Presbyteriumsvorsitzenden Günter Freßmann über das informierte, was momentan feststeht. Man werde sich nun in Wesel nach einer neuen Bleibe umsehen. Erste Gespräche vertraulicher Art habe es schon gegeben, auch mit dem städtischen Wirtschaftsförderer wolle man sich noch zusammensetzen. Dabei möchte man weiterhin in der Stadt ein sichtbarer Partner bleiben. Möglicherweise werde auch die reine Kirchenverwaltung vom Diakonischen Werk räumlich getrennt, wenn es anders nicht möglich sei.

Kreative Ideen sind gefragt

Nun seien kreative Ideen für das Filetstück mitten in der Stadt gefragt. Nach Möglichkeit soll der Bereich an der Ecke Korbmacher-/Baustraße aber schon protestantisch bleiben, so Brödenfeld. Das Presbyterium werde einen Ausschuss mit der Aufgabe betrauen, was wohl aber erst nach den Sommerferien der Fall sei.

Vor dem Umzug 1972 in den damaligen Neubau war die Kirchenverwaltung im heutigen Jugendzentrum, dem Karolinenheim, untergebracht. In den neuen Lutherhausräumen wohnte damals Pfarrer Stempel mit seiner Familie. Dort, wo heute der Konferenzraum ist, war das Wohnzimmer.

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