Wohnungsbau

Bagger schaffen Platz für barrierefreie Wohnungen in Wesel

So werden die Häuser an der Reeser Landstraße aussehen.

So werden die Häuser an der Reeser Landstraße aussehen.

Wesel.   An der Reeser Landstraße entstehen 34 öffentlich geförderte Wohnungen. Der Bedarf ist groß, daher hat Bauträger Stockhausen noch weitere Pläne.

Eigentlich hatte Armin Stockhausen gehofft, schon im Frühjahr beginnen zu können, doch es gab ein paar Verzögerungen. Nun sind die Bagger endlich aktiv auf dem ehemaligen Euromaster-Gelände an der Reeser Landstraße und reißen die alten Gebäude ab. Bis Ende kommenden Jahres sollen hier zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils 17 barrierefreien und öffentlich geförderten Seniorenwohnungen entstehen. Der Bedarf für diese Art von Wohnraum ist groß und wird in den kommenden Jahren weiter steigen, weiß der Weseler Architekt und Bauträger, der noch eine Reihe weiterer günstiger Wohnungen in Wesel in Bau und Planung hat – insgesamt sind es nach seinen Angaben an die 70.

Die älter werdende Gesellschaft und der aktuell geringe Bestand an Wohnraum ohne Barrieren sind der Grund für den Bedarf, so Stockhausen. „Nur fünf Prozent der Wohnungen sind barrierefrei“. Demgegenüber steht die wachsende Zahl der Senioren: In zehn Jahren werde die Hälfte der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein, berichtet der Bauträger. Von den beiden Häusern, die auf dem 2500 Quadratmeter großen Euromaster-Gelände entstehen sollen, wird sich eines in seinem Eigentum befinden, das andere baut er für Arndt Busch.

Die Mieten sind gedeckelt

Zweieinhalb Zimmer, zwischen 47 und 67 Quadratmeter groß sollen die Wohnungen sein. Alle werden über Balkon und Terrasse ohne Stufe, eine bodengleiche Dusche, Aufzüge und eines auch über eine Tiefgarage verfügen. Da sie öffentlich gefördert werden, ist der Mietpreis bei 5,25 Euro pro Quadratmeter gedeckelt. Obwohl die Abrissarbeiten etwa bis Mitte September dauern und der Fertigstellungstermin erst Ende kommenden Jahres geplant ist, gebe es schon eine Reihe von Interessenten, so Stockhausen. Für gut die Hälfte der Wohnungen haben sich schon potenzielle Mieter gemeldet. Spätestens wenn der Rohbau steht, schätzt er, sind alle Wohnungen weg.

Diese Erfahrung hat er beim Bauprojekt Schillstraße/Ecke Wedellstraße gemacht, wo Ende Januar 15 Wohnungen fertiggestellt sein sollen. Diese sind alle schon vergeben. Ebenfalls zweimal 17 Wohnungen sind zudem an der Brüner Landstraße geplant, hier befindet sich die Maßnahme gerade in der Baugenehmigungsphase.

Senioren machen Platz für Familien

Weitere neun Wohnungen am Dammweg sind bereits im Rohbauzustand. Und zum Winter hin hofft der Bauträger an der Lipperheystraße auf dem Gelände der ehemaligen Ellen-Key-Schule mit der Errichtung von weiteren sieben barrierefreien, öffentlich geförderten Wohnungen beginnen zu können. Hier entstehen zusätzlich noch fünf Eigentumswohnungen.

Alle Wohnungen sind für Paare oder Singles geplant und sollen die Lage auf dem Wohnungsmarkt auch für die Familien leichter machen. Denn dort, wo Senioren ihre alten, zu groß gewordenen Wohnungen und Häuser aufgeben und in ein seniorengerechtes neues Zuhause ziehen, finden anschließend Eltern mit Kindern Platz.

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