Wetter

Bei Starkregen wird Büderich zur Badewanne

Symbolfoto: Markus Joosten

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Foto: FUNKE Foto Services

Wesel.   Die Lage im linksrheinischen Wesel ist prekär. Denn weil Büderich und Ginderich aus vielen Senken besteht, drohen bei Starkregen Überflutungen.

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Überflutete Äcker, vollgelaufene Keller - die Starkregentage im Juni diesen Jahres machen vielen Menschen am Niederrhein Angst. Hamminkeln traf es aufgrund der überlaufenden Issel besonders arg, aber auch in Wesel waren einige Hausbesitzer und Mieter damit beschäftigt, eimerweise Regenwasser aus dem Kellergeschoss zu schöpfen. Besondere Probleme gibt es in Büderich und Ginderich. Wegen der extremen Trichterlage und der Senkungen durch den Salzbergbau droht hier besondere Gefahr.

CDU-Ratsherr Michael Brinkhoff weiß, wovon er spricht. Er wohnt selbst in dem Polderdorf und ergriff im Haupt- und Finanzausschuss das Wort, als Vertreter der Stadtwerke Wesel zum Thema sprachen. „Büderich und Ginderich sind wie eine Badewanne“, mahnte er und forderte dringend Veränderungen an der Oberfläche, um etwaige Schäden durch Starkregen möglichst zu minimieren.

Die Stadtwerke haben zu diesem Thema ein Gutachten in Auftrag gegeben, doch wann das vorliegt, vermochten die Stadtwerkevertreter auch auf mehrmaliges Nachfragen von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp nicht zu sagen. Schließlich gehe es um sage und schreibe 21 000 Senken, die aus der Luft fotografiert worden seien - eine Sisyphusarbeit, sie auszuwerten und vor Ort abzugleichen. Das kann bis zu zwei Jahre dauern, hieß es.

Dabei drängt die Zeit. Jürgen Lantermann (Wir für Wesel) brachte es auf den Punkt: „Ich finde die Situation in Büderich saugefährlich.“ Das genau bestätigte auch Peter Bootz von den Stadtwerken Wesel: „Würden in sechs Stunden 120 Millimeter Niederschlag fallen, würden zahlreiche Straßen überschwemmt und Keller volllaufen.“ Das Kanalnetz sei für Starkregenereignisse, wie sie beispielsweise vor einigen Wochen in Hamminkeln stattfanden, nicht ausgelegt.

Bevor sich der Ausschuss wieder mit dem Thema beschäftigt, sollen die Ergebnisse erst im Stadtwerke-Aufsichtsrat besprochen werden.

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