Betrugsmasche

Betrugswelle bei älteren Leuten: Erneut Fälle im Kreis Wesel

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Erneut gibt es im Kreis Wesel Fälle von versuchtem Betrug.

Erneut gibt es im Kreis Wesel Fälle von versuchtem Betrug.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Kreis Wesel.  Die Betrugswelle im Kreis Wesel geht weiter, die Polizei berichtet wieder über Anrufe bei älteren Leuten. Eindringliche Warnung vor der Masche.

Die Meldungen über betrügerische Maschen im Kreis Wesel reißen nicht ab. Allein am Montag verzeichnete die Polizei mindestens neun Fälle von betrügerischen Anrufen bei älteren Menschen im Kreisgebiet. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich dabei allerdings nur um die tatsächlich angezeigten Fälle handelt. Die Dunkelziffer solcher Anrufe dürfte höher liegen.

Gleich in mehreren Kommunen versuchten die Betrüger, zuzuschlagen: In Wesel, Rheinberg, Voerde, Hünxe und Hamminkeln riefen Unbekannte die Bürgerinnen und Bürger an und erzählten ihnen, ein naher Angehöriger sei an Corona erkrankt und benötige ein teures Medikament. Die Angerufenen reagierten richtig: Sie legten auf und riefen die Polizei.

In Wesel kam es zu einem Fall, in Rheinberg zu zwei Fällen und in Voerde suchten sich die Betrüger gleich drei ältere Leute heraus, um an ihr Geld zu kommen. In Hünxe und Hamminkeln wiederum versuchten sie es jeweils ein Mal. In allen Fällen blieb es beim Betrugsversuch, die Täter waren nicht erfolgreich.

De Kriminalpolizei bitte, solche Anrufe unbedingt zu melden und appelliert erneut: „Legen Sie auf, wenn Sie solche Telefonate erhalten! Geben Sie niemals Geld an Fremde heraus! Schlimme Nachrichten überbringt Ihnen niemand am Telefon!!“

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In Moers kam es zudem zu einem Fall, bei dem sich ein vermeintlicher Handwerker Zutritt zu der Wohnung einer 84-jährigen Frau verschaffte. Die Tat hatte sich bereits am 5. Oktober ereignet. Da die Frau jedoch in der Zeitung über diese Betrugsmasche gelesen hatte, meldete sie den Vorfall nachträglich.

Der Handwerker gab an, die Leitungen überprüfen zu müssen. Er nutzte somit die gleiche Masche, von der die Polizei bereits letzte Woche berichtet hatte. Der Unbekannte verließ anschließend die Wohnung im Ortsteil Meerbeck, augenscheinlich ohne etwas zu stehlen.

„Auch hier noch einmal die Warnung: lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung! Handwerker kündigen grundsätzlich schriftlich an, wenn sie Arbeiten durchführen müssen“, betont die Polizei. (red)

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