Blumemkamp hilft sich selbst

Wesel.  Blumenkamper helfen Blumenkampern. „Oft sind es kleine, ganz praktische Dinge: Mal klemmt ein Scharnier am Kleiderschrank, mal muss jemand zum Arzt gefahren werden“, erzählt Fee Kösters. Sie ist „Mädchen für alles“ beim Netzwerk Blumenkamp, das gestern sein einjähriges Bestehen feierte. Rund 100 Leute sind in dem Netzwerk organisiert – neben der Nachbarschaftshilfe gibt es die Freizeit-Radfahrer, die Infrastrukturgruppe, der Stammtisch und eine Spielgruppe. „Ganz am Angang waren viele eher skeptisch, ob das alles so funktioniert – nach einem Jahr kann man aber sagen: Da kommt was in Bewegung!“

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Blumenkamper helfen Blumenkampern. „Oft sind es kleine, ganz praktische Dinge: Mal klemmt ein Scharnier am Kleiderschrank, mal muss jemand zum Arzt gefahren werden“, erzählt Fee Kösters. Sie ist „Mädchen für alles“ beim Netzwerk Blumenkamp, das gestern sein einjähriges Bestehen feierte. Rund 100 Leute sind in dem Netzwerk organisiert – neben der Nachbarschaftshilfe gibt es die Freizeit-Radfahrer, die Infrastrukturgruppe, der Stammtisch und eine Spielgruppe. „Ganz am Angang waren viele eher skeptisch, ob das alles so funktioniert – nach einem Jahr kann man aber sagen: Da kommt was in Bewegung!“

Im Frühjahr 2015 startete das „Projekt Quartiersentwicklung in Blumenkamp“. Der Weseler Seniorenbeirat, das Mehrgenerationenhaus und Vertreter der Blumenkamper Vereine, Kirchen, Schulen und Kitas hatten sich zusammen geschlossen, um nach dem Konzept des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe gemeinsam den Prozess der Quartiersentwicklung zu gestalten. „Wir hatten uns vorab mit den Auswirkungen der demografischen Entwicklung beschäftigt, und sehen in diesem Konzept eine mögliche Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen“, erklären auch Gertrud Liman, die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Anne Oberdorfer vom Mehrgenerationenhaus sowie Herbert Ackermann vom Verein Blumenkamper Bürger.

Im Rahmen einer Bürgerbefragung hatten die Blumenkamper Bürger dann vor über einem Jahr die Gelegenheit, die Lebensqualität im Stadtteil zu bewerten. Dabei konnten sie ihre Wünsche und Ideen für Blumenkamp formulieren und Lob und Kritik anbringen.

Veränderte Lebensumstände

Der nächste Schritt war, das „Netzwerk Blumenkamp“, welches sich im Rahmen der Bürgerversammlung am 31. August vergangenen Jahres gründete. „Referentin Karin Nell führte den Anwesenden eindrucksvoll vor Augen, dass sich die Lebensumstände verändern und wie wichtig eine frühzeitige Vernetzung über die Familie hinaus für den älter werdenden Menschen ist“. berichtet Fee Kösters. Gesagt, getan – schon kurz später nahm das Netzwerk dann seine fruchtbare Arbeit auf.

Liman: „Das Netzwerk funktioniert!“

„Es ist sehr wertvoll, dass wir jemanden wie Frau Kösters haben, die das ganze moderiert und koordiniert“, lobt Gertrud Liman. Sie ergänzt: „Das Netzwerk Blumenkamp funktioniert. Es ist vor allem wunderbar, dass sich die Nachbarschafthilfe gebildet hat. Sie hatte bisher schon über 100 Anfragen --das ist phänomenal.“ Wie die Seniorenbeirats-Vorsitzende weiter erläutert, hätten sich durch das Netzwerk „viele neue Verbindungen ergeben.“ Dafür seien auch die Netzwerktreffen einmal pro Quartal besonders wichtig, um sich auszutauschen. Limans Fazit nach einem Jahr fällt überaus positiv aus: „Es ist neuer Schwung in den Ortteil genommen. Nun ist es ein Stück lebenswerter geworden, in Blumemkamp zu wohnen.“

Fee Kösters hat zum einjährigen Bestehen allerdings noch den Wunsch, „dass sich noch mehr Jüngere mit einbringen.“

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