Salzbergbau

Bürgerinitiative: Druck erhöhen

Markus Skeide von der Bürgerinitiative (BI), Norbert Meesters (SPD), Gudrun Zentis (Grüne), Torsten Schäfer (BI), Hermann Norff (BI), Wilhelm Fischer (BI) und René Schneider (SPD) (von links nach rechts) im Landtag.

Markus Skeide von der Bürgerinitiative (BI), Norbert Meesters (SPD), Gudrun Zentis (Grüne), Torsten Schäfer (BI), Hermann Norff (BI), Wilhelm Fischer (BI) und René Schneider (SPD) (von links nach rechts) im Landtag.

Foto: NRZ

Wesel.   Eine Delegation der Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW war jetzt bei Landtagsabgeordneten in Düsseldorf zu Gast. Mitglieder wollen den Druck erhöhen.

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Die Bürgerinitiative (BI) der Salzbergbaugeschädigten NRW freut sich nach einem Besuch bei Düsseldorfer Landtagsvertretern über deren Unterstützung. Alle drei - Norbert Meesters und René Schneider (SPD) sowie Gudrun Zentis (Grüne) - sicherten sie nach einem informativen Gespräch zu. Bei eine der nächsten Veranstaltungen der BI möchten sie gern dabei sein.

„Vielen Bürgern im Abbaugebiet ist gar nicht bewusst, auf welchem Pulverfass sie leben“, sagt BI-Vorsitzender Wolfgang Fischer aus Werrich. „Schäden aus dem Salzbergbau können in einem Zeitraum von über 150 Jahren auftreten.“ So seien in den vergangenen fünf bis sieben Jahren die Schäden durch Rissbildungen an Häusern in Borth eklatant gestiegen, so der stellvertretende Vorsitzende Markus Skeide. Und Hermann Norff aus Büderich warnte vor der Gefahr, die durch Starkregen in den Senkungstrichtern entstehen könne. An bestimmten Stellen habe sich der Boden um über 2,70 Meter abgesenkt. „Wer kommt bei Überschwemmungen für die entstandenen Kosten auf?“, fragt er.

Stellung bezog die BI auch zu den Äußerungen der betroffenen Firmen Cavity und Esco in dieser Woche in der NRZ. Es könne nicht sein, dass der Verursacher gleichzeitig als Sachverständiger und Richter fungiere. So sei keine gerechte Regelung für die Geschädigten zu erzielen, heißt es mit Blick auf die geforderte Schlichtungsstelle. Ohnehin habe Cavity gegenüber Gudrun Zentis stets nur von Einzelfällen gesprochen, wobei die Versammlung im November ein anderes Bild gezeigt habe. Damals war auch Pastor Dietmar Heshe vor Ort, der Schäden an der St. Peter-Kirche in Büderich beklagt.

Die BI fordert alle Bewohner des Abbaugebietes auf, ihre Häuser nach Rissen und anderen Schäden zu überprüfen und sie dann der BI und Cavity zu melden. Sämtliche Schäden möchte die BI in einem Kataster zusammenfassen und der Politik übergeben. Für die nächsten Monate seien weitere Gespräche mit Mitgliedern des Unterausschusses Bergbausicherheit vorgesehen. Dabei stehe man grundsätzlich allen Parteien für Gespräche bereit. Allerdings hätten sich bislang lediglich Vertreter der Regierungskoalition gemeldet.

Hintergrundinfos im Internet

Die BI wirbt nun weiter um Mitglieder, „um den Druck auf die Schadensverursacher zu erhöhen“. In den nächsten Wochen möchte sie auf ihrer Internetseite www.salzbergbaugeschaedigte.de Hintergrundinformationen zu den Abbaustollen und den Senkungstrichtern veröffentlichen.

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