Auszeichnung

Bundesweit bester Bank-Azubi kommt aus Dinslaken

Patrick Hedermann (vorne) wurde in Wesel als bundesbester Auszubildender als Bankkaufmann ausgezeichnet. Es gratulierten seine Ausbildungsleiterin Sandra Heutmann, Vorstandsmitglied Marc Indefrey und Matthias Wulfert, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer (re)

Patrick Hedermann (vorne) wurde in Wesel als bundesbester Auszubildender als Bankkaufmann ausgezeichnet. Es gratulierten seine Ausbildungsleiterin Sandra Heutmann, Vorstandsmitglied Marc Indefrey und Matthias Wulfert, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer (re)

Foto: Erwin Pottgiesser / FFS

Wesel/Dinslaken.  Der 21-jährige Patrick Hedermann ließ sich an der Volksbank Rhein-Lippe in Wesel zum Bankkaufmann ausbilden. Seine Prüfung lief nahezu perfekt.

Es sei als ein „positiver Schock“ gewesen, als er von seiner Ausbildungsleiterin Sandra Heutmann informiert wurde, dass er unter etwa 8500 Auszubildenden zum Bankkaufmann seines Jahrgangs der Beste von ganz Deutschland ist, berichtet Patrick Hedermann.

Der 21-Jährige aus Dinslaken hatte allerdings schon eine leichte Vorahnung, denn die 98 von 100 Punkten im Durchschnitt seiner vier Prüfungsfächer, waren schon nahezu perfekt. „Klar sind 98 Punkte ein tolles Ergebnis, aber das hätte ja noch immer jemand anderes toppen können“, sagt der junge Mann, der in den Bereichen Rechnungswesen, Wirtschafts- und Sozialkunde, Bankbetriebslehre sowie der mündlichen Prüfung fast alles richtig machte.

Vor allem das fiktive Kundengespräch lief für den Prüfling perfekt: Er hatte die Aufgabe, einem Kunden eine optimale Geldanlage für 15.000 Euro zu empfehlen – er riet zu einem Fond und begründete dies offenbar gut und überzeugte dabei zudem in seinem Auftreten, dass der Prüfungsausschuss der IHK ihm die volle Punktzahl von 100 Zählern für diesen Bereich anrechnete.

Sehr früh wirtschaftliches Interesse

Schon recht früh habe er Interesse für wirtschaftlichen Themen entwickelt, sagt der beste Bank-Azubi Deutschlands. Mathe sei lange seine Stärke gewesen, dann mal etwas schwächer und zum Abitur am Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Dinslaken wieder richtig gut gewesen. Insgesamt erreichte er einen Abi-Schnitt von „nur“ 3,0 im Jahr 2017, wie er offen zugibt, weil ihn einige Fächer „einfach nicht interessiert“ hätten.

Nach dem Abitur zog er einem möglichen Studium dann die Lehre zum Bankkaufmann bei der Volksbank vor – die Theorie erlernte er am Berufskolleg in Wesel. „Das zeigt, dass die Duale Ausbildung einen guten Karriereweg eröffnen kann“, freute sich auch Matthias Wulfert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Niederrhein, über den Bundessieg des Dinslakeners. Marc Indefrey, Vorstandsmitglied des Volksbank Rhein-Lippe, nennt den Erfolg von Patrick Hedermann ein „ganz herausragendes Ereignis“ auf das er und auch die Bank stolz sein könne.

Voll des Lobes war natürlich auch seine Ausbildungsleiterin Sandra Heutmann, die betonte, dass neben den Noten auf dem Schulzeugnis wichtig sei, „dass die Auszubildenden als Mensch aufgeschlossen sind und selbstbewusst auftreten. Wir sind natürlich stolz und voller Freude für Herrn Hedermann, haben aber insgesamt ein hervorragendes Ausbildungskonzept“.

Kooperation mit der FOM

Dazu gehört neuerdings auch eine Kooperation mit der FOM nur wenige Schritte von der Hauptstelle der Volksbank am Großen Markt entfernt. Eine aktuelle Ausbildende hat dort parallel ein Studium begonnen. Und auch der Bundesbeste Hedermann hat dort jetzt ein Bachelor--Studium begonnen – im Frühjahr 2024 könnte er dort als Manager sein Studium abschließen. Vorerst ist er aber bei der Voba in Wesel in der Kreditabteilung angestellt. Zum Bundessieg gratulierten schon jede Menge Kollegen, trotz Corona: „Es kamen deshalb viele Ellbogen zum Einsatz“, berichtet Hedermann.


>>> DIE VOLKSBANK RHEIN-LIPPE HAT ZURZEIT 30 AUSZUBILDENDE

Zehn junge Leute können jedes Jahr bei der Volksbank Rhein-Lippe ihre Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau starten. Normalerweise dauert die Lehrzeit drei Jahre, sodass in der Regel 30 Azubis bei der Volksbank beschäftigt sind. Es besteht aber zudem die Möglichkeit, die Ausbildung auf zweieinhalb Jahre zu verkürzen – von dieser Option hat auch Patrick Hedermann Gebrauch gemacht. „Es werden auch Jugendliche angenommen, die einen guten Realschulabschluss vorweisen können“, erläutert Ausbildungsleiterin Sandra Heutmann. Sie nimmt aktuell noch Bewerbungen für Sommer 2021 entgegen.

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