Frühe Hilfen

Café Kinderwagen on tour geht in Hamminkeln weiter

Liane Wierz-Schöbel, Anja Planer, Martina Bies, Ralf Berensmeier, Liesel Niemann, Susanne Wüpping (von links) stellen in der Awo-Kita Mehrhoog Catrin Reeh-Krusdick (3.vl.) als neue Leiterin von Kinderwagen on tour vor.

Foto: Veit Ellerbrock

Liane Wierz-Schöbel, Anja Planer, Martina Bies, Ralf Berensmeier, Liesel Niemann, Susanne Wüpping (von links) stellen in der Awo-Kita Mehrhoog Catrin Reeh-Krusdick (3.vl.) als neue Leiterin von Kinderwagen on tour vor. Foto: Veit Ellerbrock

Hamminkeln.   Das Projekt „Café Kinderwagen on tour“ des Kreises hat mit Catrin Reeh-Krusdick eine neue Leiterin. Viel Lob für das niederschwellige Angebot.

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„Da meine beiden Kinder jetzt selbst im Kindergarten sind, ergab sich die Möglichkeit, einzusteigen“, war der neuen Projektleiterin Catrin Reeh-Krusdick die Freude an der noch jungen Aufgabe anzusehen. „Ich bin seit September im Projekt, zweimal waren wir in Brünen und Dingden. Da war vor zwei Wochen viel los - ich war überrascht, wie offen die Mütter und wir da direkt auf einer Wellenlänge waren .“

Die 31-jährige Hamminkelnerin und ausgebildete Hebamme wurde jetzt im AWO-Familienzentrum in Meerhoog offiziell als Nachfolgerin von Sonja Ticheloven für das Café Kinderwagen on tour“ vorgestellt.

„Ich bin froh, dass ich mich habe überzeugen lassen“

Reeh-Krusdick hatte bislang im evangelischen Krankenhaus Oberhausen gearbeitet und in Hamminkeln unter anderem schon Geburtsvorbereitungskurse und Kurse für´s Wochenbett geleitet. „Ich bin froh, dass ich mich habe überzeugen lassen“, zeigte sie sich nach den erste Eindrücke ihrer neuen Tätigkeit durchaus begeistert über diese neue Aufgabe.

„Hier ist der Startschuss dazu erfolgt vor fünf Jahren, damals noch mit Bürgermeister Holger Schlierf“, bezeichnete der Sozialdezernent des Kreises, Ralf Berensmeier, das in den sieben Jugendamts-Kommunen laufende, aus Bundesmitteln finanzierte, Projekt als „erfolgreich“. Es sei ein „offenes, niederschwelliges Angebot der frühen Hilfe“, dass sich an Säuglinge im zweiten, dritten Lebensjahr und deren Eltern richte.“

Eltern können in lockerer Atmosphäre Fragen stellen

Die könnten einfach alle 14 Tagen zwischen halb zehn und halb zwölf an den diversen Standorten in lockerer Atmosphäre solche Fragen stellen wie: „Wie sieht es aus mit der Temperatur, wie stille ich ab, welche Kost ist die Richtige“, die man einem Arzt nicht stellen müsse. Oder auch ihre Kinder wiegen und messen lassen, was sehr gut ankomme. „Und wenn sich wie hier beim letzten Treffen 19 glückliche Mütter und Väter versammelt haben“, zeige das, „dass es sich etabliert hat.“

So sah es auch Liesel Neumann vom Familienzentrum Kindergarten am Bach. „Wir haben mit zwei Kindern angefangen. Das hat sich bei uns so etabliert, dass man den Bewegungsraum ganz braucht und es herrscht da ein reges Kommen und Gehen.“ So bekämen die Eltern auch direkt etwas von der U3-Betreuung mit.

Das Angebot ist mittlerweile ein „Selbsläufer“

Für viele Eltern sei das einfacher, für solche Fragen „in den Kindergarten reinzugehen als ins Pfarrheim“, meinte Liane Wierz-Schöbel als Leiterin des katholischen Kindergartens „Arche Noah“. Das Ganze sei ein „kompletter Selbstläufer“, ergänzte die Leiterin des Familienzentrums des Kindergartenvereins Brünen, Susanne Wüpping. „Viele machen das erst im eigenen Ortsteil und wandern dann mit.“

Das Ganze sei aber ein sozialmedizinisches, kein pädagogisches Angebot, unterstrich Martina Bies, die im Kreis Wesel für „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ zuständig ist. „Das ist keine Krabbelgruppe im herkömmlichen Sinn, sondern es geht um Fragen des Alltags wie Schlafverhalten, Ernährung oder Wiegen und Messen.“

Gute Kooperation mit den Einrichtungen

Sie hob sie die „gute Kooperation mit den Einrichtungen“ gerade auch in Hamminkeln hervor und dankte ihnen, dafür ihre Räume zur Verfügung zu stellen. Darüber könne man Eltern auch an solche Angebote wie „Weidenkorb“ oder „Startchanen“ weitervermitteln. „Und 19 Teilnehmer, das ist der „High Peak“ im Kreisgebiet.“

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