Verkehr

Chaoskreuzung in Wesel-Feldmark soll entschärft werden

Ludger Hovest von der SPD (vorne), Vertreter aller im Rat sitzenden Parteien sowie Anlieger trafen sich am Freitagmittag zum Ortstermin.

Foto: Lars Fröhlich

Ludger Hovest von der SPD (vorne), Vertreter aller im Rat sitzenden Parteien sowie Anlieger trafen sich am Freitagmittag zum Ortstermin. Foto: Lars Fröhlich

Wesel.   Das wünschen sich Anlieger, Nutzer und Politiker für die Emmericher Straße/Ackerstraße. Eine Ampel soll her, um Unfälle zu verhindern.

Viel los ist an der Kreuzung Emmericher Straße/Ackerstraße eigentlich immer. Gestern Mittag war es noch ein bisschen mehr. Da trafen sich Anlieger, Nutzer und Politiker, um den Medien zu zeigen, wie gefährlich es hier zugeht. Zwar wurde vor Jahren nach zwei tödlichen Verkehrsunfällen eine Fußgängerampel mit Bedarfsanforderung installiert, doch auch sie löst die Probleme der versetzten Kreuzung nicht.

28000 Fahrzeuge Tag für Tag

Vor allem morgens, wenn die Schule beginnt, herrscht hier das blanke, gefährliche Chaos. Da kommen etwa die Anwohner der Straße „Am Fänger“ kaum aus ihrem Viertel heraus, so lange müssen sie warten, bis sich eine Lücke bietet. Kein Wunder, sind es doch laut SPD-Fraktionschef Ludger Hovest 28 000 Fahrzeuge, die hier Tag für Tag vorbeirauschen. Ist erst einmal die Südumgehung fertig, rechnet Frank Schulten von der CDU vor, werden es laut Prognose noch einmal 5000 mehr sein. Dann soll die Emmericher Straße auch zur Bundesstraße umgewidmet werden.

Längst ist das Thema nicht mehr nur eines einer Partei. Nein, jetzt machen tatsächlich alle im Rat vertretenen politischen Richtungen gemeinsame Sache. Was sie denken, stand auf einem weißen Transparent: „Wir fordern mehr Sicherheit für unsere Kinder und Bürger - entschärft diese Chaoskreuzung.“

Rote Ampel wird oft missachtet

„Diese Kreuzung ist ein Kreuz“, brachte es Hovest auf den Punkt, zumal hier das Schulzentrum-Nord, der Schützenverein, Sportanlage und Eishalle sowie das Waldhotel Tannenhäuschen für reichlich Betrieb sorgen. Die Ideallösung wäre eine Ampelanlage für die komplette Kreuzung, wobei man wohl um bauliche Veränderungen nicht herumkommt. Das findet auch Winfried Panneck, der hier seit 40 Jahren wohnt und auch die Eltern kritisiert, „die das Bedürfnis haben, ihre Kinder bis ins Schulzimmer zu fahren“.

Polizei, Verkehrsbehörde, der Landesbetrieb Straßen NRW - sie alle sollen nun genauso an einen Tisch wie SPD, CDU, FDP, Grüne, Linke, Piraten und Wir für Wesel (WfW), wobei Hovest schon darauf hinweist, dass gerade beim Landesbetrieb dicke Bretter gebohrt werden müssten. „Das wird ein schwieriger Weg. Ich kann nicht garantieren, dass das hier in einem Jahr gelöst ist.“ Dabei drängt es alle nach einer positiven Veränderung - auch vor dem Hintergrund, dass selbst die Fußgängerampel nicht sicher ist, weil Autofahrer trotz Rotlicht weiterfahren, wie Schulten schon oft beobachtet hat. Derweil bringt Bernd Reuther (FDP) einen Kreisverkehr ins Spiel, bei dem so mancher gleich abwinkt. „Jeder von uns hatte hier schon einen Beinaheunfall“, gibt Ute Rieger zu bedenken. Mit dem Thema wird sich demnächst der Ausschuss für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr befassen.

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