Politik

Charlotte Quik zieht Bilanz und tritt etwas kürzer

Charlotte Quik wurde genau vor einem Jahr in den Landtag gewählt.

Foto: Markus Joosten

Charlotte Quik wurde genau vor einem Jahr in den Landtag gewählt. Foto: Markus Joosten

Kreis Wesel.   CDU-Landtagsabgeordnete erwartet bald ihr zweites Kind. Trotzdem hat sie auch in den kommenden Monaten viel vor – nicht nur in ihrem Wahlkreis.

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Ausgezählt ist der Geburtstermin für das zweite Kind von Charlotte Quik am 25. Juni. „Doch man weiß ja nie so genau, wann sich der kleine Mann auf den Weg macht“, sagte die CDU-Landtagsabgeordnete gestern, als sie Bilanz genau ein Jahr nach ihrer Wahl in den NRW-Landtag zog.

Logischerweise werde sie demnächst und voraussichtlich bis gegen Ende des Jahres etwas weniger Präsenz vor Ort zeigen können. Doch Elternzeit sei für Abgeordnete nicht vorgesehen, so die 35-Jährige, die mit dieser Erfahrung sich dafür einsetzen werde, „familienfreundlichere Regelungen zu finden.“

In der Fraktion richtet sie einen Babyraum ein, ihr Mann tritt beruflich kürzer, außerdem erfahre sie „große Unterstützung von Oma und Opa.“

So hofft die Christdemokratin viel von dem umsetzen zu können, was sie sich für ihr zweites Abgeordneten-Jahr vorgenommen hat.

„Politik ist das Herstellen von Kompromissen“

365 Tage nach der Wahl sei sie zu der Erkenntnis gelangt: „Politik in der täglichen Umsetzung ist das Herstellen von Kompromissen.“ Es gehe immer wieder um das Abwägen von Lösungen, die für alle Seiten die fairsten sind.

Dass das schwieriger ist, als es auf den ersten Blick scheine, macht sie am Beispiel Zeelink deutlich: „Wir haben einen Termin im Umweltministerium mit Betroffenen, Ministerium und den Kommunen organisiert und zweieinhalb Stunden an einem Tisch gesessen und das Thema von vorne bis hinten durchdiskutiert.“ Irgendwann komme man aber „an Grenzen, weil die Rechtslage so ist wie sie ist.“

Charlotte Quik ist es wichtig, für alle Bürger des Kreises Wesel Ansprechpartnerin zu sein, „auch für die, die mich nicht gewählt haben.“ Rund zehn Bürgeranfragen erreichen sie jede Woche. „Relativ oft ging es dabei um Seiteneinsteiger ins Lehramt“, erzählt die 35-Jährige, die Mitglied in den Fachausschüssen „Kinder, Familie, Jugend“, Verkehr sowie „Frauen und Gleichstellung“ ist.

Dicke Bretter beim Abbau der Bürokratie

Sie verweist in ihrer Jahresbilanz auf Erfolge der CDU-FDP-Landesregierung. „Wir haben schon viel erreicht. Aber bei manchen Themen – wie dem Abbau der Bürokratie – sind noch dicke Bretter zu bohren. Manche Abläufe und Prozesse dauern definitiv zu lange!“Für die nächsten 365 Tage nennt sie mehrere Themen, die sie fast täglich begleiten werden.

Für Hamminkeln erwähnt sie den Hochwasserschutz an der Issel sowie den geplanten A3-Anschluss samt Ortsumgehung in Brünen.

In Hünxe werden die Themen Kanalbrücke Krudenburg sowie Zeelink die kommenden Monate bestimmen.

Für Schermbeck seien die Entwicklung der Schullandschaft und die Polizeipräsenz große Themen.

Voerde beschäftige vor allem die Entwicklung auf dem Steag-Gelände sowie der Hochwasserschutz in Mehrum.

In der Kreisstadt Wesel gehe es neben der aktuellen Diskussion um die Schullandschaft garantiert auch weiter um den Bau der Südumgehung.

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