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Coronavirus im Kreis Wesel: Chronik vom 19. bis 21. März

Symbolfoto: Das Coronavirus beschäftigt die Menschen im Kreis Wesel.

Symbolfoto: Das Coronavirus beschäftigt die Menschen im Kreis Wesel.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Das Coronavirus bestimmt das alltägliche Leben auch im Kreis Wesel. In diesem Artikel können Sie die Entwicklung vom 19. bis 21. März nachlesen.

Das Coronavirus breitet sich auch im Kreis Wesel weiter aus. Wir halten Sie auf dem Laufenden: Gibt es neue Fälle? Wie reagieren Behörden? Was bedeutet das für das öffentliche Leben? In diesem Newsblog informieren wir Sie zur aktuellen Entwicklung in Wesel, Dinslaken, Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg und dem Umland.

Coronavirus im Kreis Wesel: Die Entwicklungen am 21. März

19.35 Uhr: Die Vorbereitung auf die Jägerprüfung 2020 ist im Kreis Wesel dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Der Kreis sagte deshalb den Termin für die landesweite schriftliche Jägerprüfung am 20. April ab. Für die angehenden Jäger entfielen auch die geplante Schießprüfung und die mündlich-praktischen Tests für die Jägerprüfung. Sobald die oberste Jagdbehörde einen Nachholtermin für die schriftliche Prüfung benannt habe, werde ein neues Datum aller Prüfungsteile mitgeteilt, erklärte der Kreis.

19.19 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus ist ein weiterer Standort im Kreis Wesel umgerüstet worden. Seit Samstag verfügt das Krankenhaus in Xanten über eine Verdachtsstation.

18.55 Uhr: Brauchen wir eine Ausgangssperre, um das Coronavirus einzudämmen? Die Meinungen dazu gehen auseinander – auch in unserer Redaktion in Wesel. Lesen Sie hier ein Pro und Contra dazu.

16 Uhr: Samstag in Zeiten von Corona: Viele wollen Garten und Co. auf Vordermann bringen oder in die Sonne. Wir haben uns am Niederrhein umgesehen.

14.25 Uhr: Am Rhein in Voerde-Götterswickershamm ist nicht viel los - bei sonnigem Wetter und kühlem Wind. Die Menschen sind auch hier maximal zu zweit oder als Familie unterwegs und halten Abstand auf den Sitzbänken.

14.05 Uhr: Zumindest ein bisschen in der Sonne bewegen: Im Schlosspark in Moers sind die Menschen einzeln, zu zweit oder erkennbar als Familie mit den Kindern unterwegs. Sie joggen, fahren Fahrrad oder gehen mit dem Hund spazieren. Ähnlich sieht es am See im Ortsteil Schwafheim aus: Fußgänger drehen hier ihre Runde, auf dem Basketball-Feld werfen Spieler Körbe – aber nur zu zweit.

12.55 Uhr: Um auch weiterhin eine lückenlose Versorgung ihrer Kunden gewährleisten zu können, verschärfen viele Apotheken in Dinslaken und Voerde derzeit ihre Sicherheitsvorkehrungen. Der direkte Kontakt zu den Kunden wird eingeschränkt.

11.10 Uhr: Das St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort und seine Mitarbeiter sind nach eigener Aussage auf eine größere Anzahl von infizierten Corona-Patienten vorbereitet. Besucher können das Krankenhaus – bis auf wenige Ausnahmen – derzeit nicht mehr betreten. Um Mitarbeiter und Patienten zu schützen, wurde vor dem Eingangsbereich des Krankenhauses ein Container aufgestellt. In dieser „Schleuse“ wird bei allen Menschen, die ins Krankenhaus wollen, eine Risikoeinschätzung vorgenommen.

9.30 Uhr: Es gibt mindestens einen Optimisten in Voerde. Einen, der trotz Corona nach vorn schaut. Und der seinen Glauben an das Ende der Krise ausgedrückt hat, indem er eine Kreuzfahrt gebucht hat. Das war allerdings die einzige Buchung, die das Reisebüro Ankerplatz in dieser Woche verzeichnen konnte. Büroleiterin Julia Vowinkel-Hochstay lässt trotzdem den Kopf nicht hängen: Sie appelliert an alle Bürger, in der Zeit nach Corona an die Händler und Anbieter vor Ort zu denken: „Kauft lokal ein, bucht lokal.“

8.45 Uhr: Die Coronakrise verlangt in diesen Tagen allen Menschen einiges ab: Eltern wissen nicht, wie sie ihre Kinder betreuen sollen, nachdem Kindergärten und Schulen schließen mussten. Trauernde können nicht an den Beerdigungen von Freunden und Bekannten teilnehmen. Und Kinder sind in Sorge um die Gesundheit ihrer Eltern.

Die Frontkämpfer in diesen Zeiten der Krise sind aber diejenigen, die das öffentliche Leben weiterhin aufrechterhalten - und dabei auch ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen. Wir stellen sieben der unzähligen stillen Helden der Coronakrise in Kurzportraits vor.

Coronavirus im Kreis Wesel: Die Entwicklungen am 20. März

20.30 Uhr: Wesels Dompfarrer Thomas Bergfeld predigt in Zeiten des Coronavirus nun über das Internet. Am Freitag wurde die Predigt aufgezeichnet.

18.45 Uhr: Beinahe täglich haben die Behörden in den vergangenen Tagen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus’ verschärft – aber reicht das? Oder ist eine Ausgangssperre notwendig? Wir haben Menschen aus Dinslaken, Voerde, Hünxe, Moers und Wesel nach ihrer Meinung gefragt.

17.10 Uhr: Der Kreis Wesel spannt einen Sicherheitsschirm für gemeinnützige Organisationen auf. Die Vorsitzenden der im Weseler Kreistag vertretenen Fraktionen stimmten in einer gemeinsamen Besprechung dem Vorschlag von Landrat Dr. Ansgar Müller zu, einen Sicherheitsschirm für die für den Kreis Wesel tätigen gemeinnützigen Organisationen in der aktuellen Coronalage zu spannen.

15.52 Uhr: Seit dieser Woche ruht der Schulbetrieb – Schüler müssen wegen der Corona-Krise von Zuhause aus lernen: So läuft es in Dinslaken, Voerde, Hünxe:

13.11 Uhr: Für alle Busse von NIAG und LOOK gilt ab kommenden Montag, 23. März, von montags bis samstags der Samstagsfahrplan. Wie in Duisburg und anderen an das Verkehrsgebiet angrenzenden Städten auch, fahren die Busse nach dem Samstagsfahrplan, lediglich sonntags bleibt es bei den bisherigen Verbindungen und Intervallen. So werden Anschlüsse und Umsteigezeiten aufeinander abgestimmt. Der neue Fahrplan ist kurzfristig auf der Internetseite der NIAG und in der NIAG-App verfügbar. Die Maßnahme gilt mindestens bis zum Ende der Osterferien am 19. April.

12.44 Uhr: Die Zahl der bestätigten Fälle mit dem Coronavirus liegt laut Angaben des Kreises derzeit bei 124. Zum Vergleich: Am Donnerstag waren es 99. „Die Krankheitsverläufe stellen sich bisher weitestgehend als unproblematisch dar“, heißt es.

10.45 Uhr: Der Kinderarzt des Marien-Hospitals, der sich mit dem Corona-Virus infizierte hatte, hat keine weiteren Kontaktpersonen in der Klinik infiziert.

8.55 Uhr: Die Coronakrise erfasst auch die Reisebüros in Moers und Kamp-Lintfort. Trotzdem haben sie viel zu tun, weil Urlaube storniert werden müssen.

Palmsonntag, 5. April, war wieder als Saisonstart für die Rheinfähre „Keer Tröch“ ausgeguckt. Nun wird durch die Corona-Krise nichts daraus.

8.15 Uhr: Die Landesgartenschau soll nicht im April, sondern am 15. Mai eröffnet werden - allerdings unter Vorbehalt. Eine Verschiebung ins nächste Jahr steht auch zur Debatte.

Coronavirus im Kreis Wesel: Die Entwicklungen am 19. März

20.20 Uhr: Die Einschränkungen durch das Coronavirus machen auch vor Bürgermeister Dirk Buschmann nicht Halt: Seit Sonntag und noch bis Samstag befindet der Gemeindechef aus Hünxe sich in häuslicher Quarantäne.

18.30 Uhr: Die aktuelle Corona-Krise hat tatsächlich auch eine gute Seite: Sie zeigt, wie groß die Hilfsbereitschaft unter den Menschen ist. In vielen Kommunen haben sich in den vergangenen Tagen Initiativen gebildet, die ihre Unterstützung anbieten – zum Beispiel für ältere oder kranke Menschen, die im Haus bleiben müssen und nicht mehr selber einkaufen gehen können. Wir haben einige dieser Hilfsangebote in einem Überblick für Wesel, Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck zusammengestellt.

17.55 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und das DRK haben eines von zwei mobilen Abstrichzentren zur Durchführung von Corona-Tests an der Trabrennbahn in Dinslaken eingerichtet. Das Zentrum hat am Donnerstag seine Arbeit aufgenommen.

16.10 Uhr: In der Coronakrise setzt die Stadt Moers aus Sicherheitsgründen vorerst bis 30. April alle Eheschließungen aus. Am Freitag, 20. März, finden die vorerst letzten Trauungen in kleinem Rahmen statt, alle weiteren Eheschließungen müssen auf wesentlich spätere Termine verlegt werden.

15.23 Uhr: Das Personal im Supermarkt in Drevenack arbeitet an der Belastungsgrenze. Hier hat man sich einiges gegen die Ansteckungsgefahr einfallen lassen.

13.19 Uhr: Nun wird wegen des Coronavirus auch die Eröffnung der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort verschoben: „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wird die Eröffnungsveranstaltung der Landesgartenschau, nicht wie geplant am 17. April, sondern am Freitag, 15. Mai 2020, stattfinden“, heißt es in einer Mitteilung am Donnerstag.

12.34 Uhr: Der Kreis Wesel hat die aktuellen Fälle mit dem Coronavirus bekanntgegeben: Demnach sind derzeit 99 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Am Mittwoch hatte der Kreis noch 152 Fälle gemeldet. „Die Differenz im Vergleich zu den gestern Mittag gemeldeten 152 Fällen ergibt sich daraus, dass zunehmend Infektionen doppelt oder sogar dreifach gemeldet wurden und dadurch die Aussagekraft der Erfassung leidet“, heißt es als Erklärung.

Die Meldedaten sollen demnach nun mit jenen, bereits verifizierten Daten abgeglichen werden, die auch der Bezirksregierung gemeldet werden müssen. Daraus ergebe sich eine leichte zeitliche Verzögerung der Erfassung der noch immer steigenden Infektionszahlen, heißt es weiter. Damit sollen aber auch Doppelmeldungen verhindert werden. Laut Informationen des Kreises sind die bisherigen Krankheitsverläufe weitestgehend unproblematisch.

12.08 Uhr: „Wir bleiben für Euch hier. Bitte bleibt ihr für uns Zuhause“: Ein Foto der Intensivstation des Vinzenz-Hospitals in Dinslaken - das ist die Geschichte dahinter.

10.57 Uhr: Bei den Geschäftsschließungen geht die Stadt Moers in der Coronakrise über die Regelungen des Landes hinaus. Auch Friseursalons müssen hier etwa schließen.

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10.48 Uhr: Angehörige und Freunde dürfen Patienten im Evangelischen Krankenhaus in Wesel nicht mehr besuchen. Wäsche kann am Empfang abgegeben werden.

9.41 Uhr: Halten sich die Menschen an die Appelle, zu wenig soziale Kontakte wir möglich zu haben? In Moers war das Bild am Mittwochnachmittag zweigeteilt: Die Innenstadt leer, die Parks gut besucht.

9.10 Uhr: Wie der Kreis Wesel am Donnerstagmorgen in einer Pressemitteilung schreibt, werden zwei zentrale Abstrichzentren im Kreis eingerichtet in Dinslaken und in Moers am Bethanien-Krankenhaus. Sukzessive sollen nun die Abstrichzentren sowie ein mobiles Abstrichzentrum im ländlichen Raum die Arbeit aufnehmen, heißt es weiter in der Mitteilung. Ein Fahrdienst für bewegungseingeschränkte Menschen soll eingerichtet werden.

Weitere Artikel zum Coronavirus im Kreis Wesel:

8.55 Uhr: Es gibt rund 100 Beatmungsplätze am Bethanien-Krankenhaus in Moers, viele davon nichtinvasiv. Zur Sicherheit der Gehälter gibt es keine Angaben.

8.45 Uhr: Um das Coronavirus einzudämmen, hat Hamminkeln nun neue Regeln erlassen. Bürgermeister fordert ein Diagnosezentrum für jede Kommune in Kreis.

8.30 Uhr: Viele Geschäfte in der Weseler Innenstadt sind seit Mittwoch geschlossen. Auf dem Wochenmarkt berichten Händler von bis zu 70 Prozent weniger Kunden. Wir haben uns dazu umgehört.

08.10 Uhr: Dieser Newsblog fasst die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Kreis Wesel zusammen. Unsere Berichterstattung der vergangenen Tage haben wir archiviert:

Hier gibt es mehr Nachrichten aus den Kommunen im Kreis Wesel:

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