Karnevalsauftakt

Darum erhält Guildo Horn den Weseler Eselorden

Ulla Hornemann (l). und die Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (r.), stellen den neuen Eselordenträger vor.

Foto: Gerd Hermann

Ulla Hornemann (l). und die Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (r.), stellen den neuen Eselordenträger vor. Foto: Gerd Hermann

Wesel.   Der Sänger wird am Karnevalssonntag in der Niederrheinhalle ausgezeichnet. Bei seinen Konzerten betreibt er stets Werbung für die Stadt.

Am Samstag wurde ebenso wie in Köln oder Düsseldorf auch in Wesel der Beginn der fünften Jahreszeit gefeiert. Um 11.11 Uhr lüftete Ulla Hornemann, Präsidentin des närrischen Parlaments, das Geheminis und verkündete den Eselordenträger des kommenden Jahres: Guildo Horn. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp stellte außerdem den neuen Stadtorden vor. Dieser wurde von Jens Müller gestaltet und zeigt einen nervös zappelnden Esel, der dringend auf die Toilette möchte und die Vesalia auf ihrem Thron – einem goldenen WC-Häuschen am Bahnhof.

Dazu verlas Bürgermeisterin Ulrike Westkamp die Begründung für die Gestaltung: „Der Bahnhof ist schließlich das Einfallstor unserer schönen Stadt. Hier müssen wir mit unserem gastfreundlichen Image punkten. Aber was nützt der modernste Bahnhof, wenn es keine Toilette gibt?“ Und weiter: „Grund genug, den diesjährigen Stadtorden im Sinne des Leitsatzes ‘Vesalia Hospitalis’ der neuen Unisex-Toilette zu widmen.“

Der humorvolle Orden wurde auch gleich von der Bürgermeisterin an Ulla Hornemann (Präsidentin des närrischen Parlaments), Volker Frieker (Vizepräsident des Carnevals-Ausschuss-Wesel CAW), CAW-Vorstandsmitglied Luc Eben und Designer Jens Müller verliehen. Im Gegenzug verlieh Ulla Hornemann den Orden auch an Ulrike Westkamp und die Zeremonie wurde mit einem kräftigen, dreifachen „Helau“ besiegelt. Natürlich erhält auch das neue Prinzenpaar Olaf I. und Bettina I. Stadtorden – allerdings erst zum Amtsbeginn.

Guildo Horn ist ein „umtriebiger Tausendassa“

Den Eselordenträger galt es zu erraten. Dazu gab Ulla Hornemann einige Hinweise wie beispielsweise, dass der Ordensträger aufgrund seiner Frisur kein Politiker sein könne. Sie beschrieb ihn als „umtriebigen Tausendsassa“, der nicht nur Mitglied einer Band ist, sondern auch in Operetten und Musicals auftritt.

Eigentlich ist er allerdings Diplompädagoge, hat viele Jahre als Musiktherapeut in der Lebenshilfe gearbeitet. Im Rampenlicht fühlt er sich wohl, 2006 moderierte er ein Jahr lang eine Talkshow, in der er sich mit geistig behinderten Erwachsenen über die Geschehnisse der vergangenen Woche unterhielt. Nicht nur für dieses Engagement wurde er ausgezeichnet – beim Eurovision Song Contest ergatterte er 1998 für Deutschland den siebten Platz mit „Guildo hat euch lieb“.

Der Esel kommt aus Wesel

Der wahre Grund für den Eselorden, den er am Karnevalssonntag, 11. Februar, entgegennehmen wird, ist aber die unaufgeforderte Werbung, die er für die Stadt Wesel betreibt. Denn zum Abschluss jeden Weihnachtskonzerts, das er mit seiner Band „Die orthopädischen Strümpfe“ auf der aktuellen Tour spielt, erzählt der Preisträger zur Melodie des Elvis-Klassikers „In The Ghetto“ die Geschichte des Esels in der Krippe. Und fragt dann: „Wissen Sie, woher der Esel eigentlich kommt?“ Natürlich antworten alle mit „Wesel“ – auf diese Weise trägt der Musiker den Stadtnamen durch ganz Deutschland. Die Auflösung kam für die Anwesenden nicht überraschend.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik