NRZ Bürgerbarometer

Das sagen Weseler über ihre Bürgermeisterin Ulrike Westkamp

Wie kommt Bürgermeisterin Ulrike Westkamp bei den Weselern an?

Wie kommt Bürgermeisterin Ulrike Westkamp bei den Weselern an?

Foto: Erwin Pottgiesser / Funke foto services

Wesel.  Wie zufrieden sind die Bürger mit Rathauschefin Ulrike Westkamp? Wir haben einige Stimmen in Wesel gesammelt. Das Urteil fällt eindeutig aus.

Mit Blick auf die bevorstehende Wahl im September heißt das Ergebnis unserer Bürgerbarometer-Umfrage zwar nicht, dass sich Bürgermeisterin Ulrike Westkamp siegessicher zurücklehnen kann. Dennoch werfen die Zahlen ein Schlaglicht auf die Akzeptanz der Rathauschefin bei den Bürgern: Fast die Hälfte der Befragten gibt der 60-Jährigen die Schulnote 1 oder 2 für ihre Arbeit. Im Vergleich zu Amtskollegen in der Region schneidet sie am besten am (siehe Grafik unten). Zu viele Lorbeeren für Frau Westkamp? Wir haben uns in der Innenstadt umgehört.

Die meisten Bürger unserer (nicht repräsentativen) Umfrage berichten von einem positiven Eindruck von Ulrike Westkamp – auch wenn viele sie eher aus der Distanz kennen. Nur zwei Personen trauten sich kein Urteil zu. Aber alle Weseler, denen wir ein Foto gezeigt hatten, erkannten ihre „Stadtchefin“.

„Westkamp hat einiges auf die Beine gestellt“

So wie zum Beispiel Lorenz Volmering: „Ich hatte bisher kaum Berührungspunkte“, räumt er ein. Aber sie komme sympathisch rüber und grüße in der Stadt immer freundlich, berichtet er. Und: „Sie hat einiges auf die Beine gestellt“, sagt er über ihre Arbeit. „Die Fahrradwege sind in ganz NRW nicht so gut wie in Wesel. Bestimmt hat sie auch etwas dazu beigetragen.“

Daniela und Michael Krause haben über den Schützenverein die Bürgermeisterin kennengelernt. „Sie ist immer herzlich und hat einen guten Ruf“, berichten die jungen Eltern. Persönliche Gespräche haben sie jedoch nicht mit ihr geführt.

„Bürgermeisterwahl ist eine Personenwahl“

Im Gegensatz zu Werner Tauch, der als ehrenamtlicher Wahlhelfer in Kontakt mit Ulrike Westkamp kam. „Ich schätze ihre Arbeit“, sagt er. „Ich habe aber manchmal den Eindruck, dass ihre guten Ideen von der Politik nicht umgesetzt werden“. Er sei kein SPD-Anhänger, betont er, hoffe aber, dass sie wieder gewählt wird. „Das ist schließlich eine Personalwahl, keine Parteiwahl.“

Auch ein Ehepaar aus Obrighoven, das seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, beschreibt Ulrike Westkamp als „sympathisch“. „Wir können uns in Wesel nicht beklagen. Die Stadt hat sich, bis auf einige Außenbezirke gut entwickelt“, besonders als Einkaufsstadt, sagen sie.

Für Ilse Blennemann und Willi Otte gibt es „keinen Grund zur Kritik“, wie sie sagen. Im Gegenteil: Sie haben einmal im Büro der Bürgermeistern auf Schmutz in der Innenstadt aufmerksam gemacht und die Rückmeldung erhalten, man kümmere darum. Das gefiel ihnen.

Neuer Bürgermeister, andere Ideen

Zwei Frauen, die ebenfalls lieber ohne Namen zitiert werden möchten, beurteilen sie als bürgernah, als jemand, der sich fürs Ehrenamt stark macht. „Sie hat einige Sachen angepackt, zum Beispiel die Fußgängerzone und die Toilette am Bahnhof, wenn auch nicht alleine.“ Eine der Damen ergänzt dennoch mit Blick auf die Wahl: „Nach den vielen Jahren könnte ich mir aber auch jemand anderen vorstellen, mit neuen Ideen.“

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