Literatur

Die Feuerwehr eröffnet „Wesel liest“ in der Weseler Wache

Oberbrandmeister Thorsten Holsteg liest den Mädchen und Jungen aus der Kita Wunderland in der Weseler Feuerwache vor.

Oberbrandmeister Thorsten Holsteg liest den Mädchen und Jungen aus der Kita Wunderland in der Weseler Feuerwache vor.

Foto: Markus Joosten / FFS

Wesel.  19 Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Wunderland lauschen zum Start der Lesewoche, wie Feuerwehrmann Holsteg von Feuerwehrmann Paul liest.

Wehrleiter Thomas Verbeet freute sich am Montag über den Besuch von 19 Kindergartenkindern in der Feuerwache Wesel.

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Kinder super mit der Feuerwehr auskennen. Denn sie lesen gerne Bücher über die Feuerwehr oder lassen sich daraus vorlesen“, erklärte der Feuerwehrmann bei der Auftaktveranstaltung von „Wesel liest“.

Sein Kollege Thorsten Holsteg präsentierte den Mädchen und Jungen von der Kindertagesstätte Wunderland dann das Buch „Ich habe einen Freund, der ist Feuerwehrmann.“ Die Kinder lauschten gebannt, ließen sich auch von der Lautsprecher-Ankündigung eines echten Rettungseinsatzes während der Lesung nicht ablenken.

Also erfuhren sie von Feuerwehrmann Holsteg die Geschichte von Feuerwehrmann Paul. Wie dieser unter anderem die Ausrüstung in einem Feuerwehrfahrzeug erklärt und was genau passiert, wenn ein Einsatz beginnt. Spannend fanden die Kinder, wie die Brandbekämpfer über eine Rutschleiter ihre Fahrzeuge erreichen.

„Rutschen geht schneller als Treppensteigen. Außerdem, kann man dabei nicht stolpern“, las der 43-Jährige Oberbrandmeister aus Brünen. „Gleich zeige ich Euch auch noch die Wache und ihr könnt Euch die Fahrzeuge anschauen“, erklärte der Feuerwehrmann und sorgte damit für strahlende Kinderaugen.

Erfinder Wolfgang Berg vor Abschied

Wie Kinder so sind, zeigten sie großes Interesse an der Feuerwehr. „Warum habt Ihr so viele Helme?“, wollte ein Junge wissen, als er rund ein Dutzend teils sehr alte Exemplare in einem Glasschrank erblickte. „ Das sind Gastgeschenke anderer Feuerwehren“, erläuterte Wehrleiter Verbeet.

Die fünfjährige Dzejla hatte auch noch eine brennende Frage: Wo ist denn der Feuerwehrhund? Den konnte Thomas Verbeet nicht präsentieren.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp war auch gekommen und ergriff gleich das Wort. „Wir freuen uns, dass wir schon seit 2005 ,Wesel liest’ anbieten. Dankbar sind wir vor allem dem Erfinder dieser Aktion, Wolfgang Berg, dem Leiter der Stadtbücherei, der in diesem Jahr zum letzten Mal dabei ist.“

Mit der Wesel-liest-Woche wirbt die Stadtbücherei jeweils im September für das Vorlesen, das Buch und das Selberlesen. Noch bis Freitag, 20. September, heißt es in diesem Jahr also wieder „Literatur tanken“ an interessanten Orten.

itarbeiter der Stadtbücherei haben mit Hilfe vieler anderer ein Programm mit 85 Veranstaltungen organisiert. Rund 100 Leser, davon 24 Vorlesepaten der Stadtbücherei, drei Mitglieder des Stadtrats, sechs Autoren sowie viele Erzieher tragen in dieser Woche vor. Auch Großeltern, Eltern, Schüler, Vereinsmitglieder, Verkäufer und Polizisten sind Vorleser.

Lesen ist Kultur, Zuhören auch

Elf neue Orte locken in diesem Jahr Literaturliebhaber. Wesels Kulturbeauftragte Heike Kemper erläutertem, dass Kultur etwas sei, „bei dem man etwas lernt und hinterher auch noch was davon hat“. An die neugierigen Kindergartenkinder gerichtet sagte sie: „Auch Lesen-Lernen hat etwas mit Kultur zu tun.“ Und das Zuhören, wenn andere Lesen, gehöre ebenfalls dazu

>>> BIRTHES BÜDCHEN UND EIN LESENDER PFARRER IM STREICHELZOO:


Am Dienstag, 17. September, liest Erika Ilgen bei Birthes Büdchen, Auf dem Sand 18, in Perrich ab 18.30 Uhr aus dem Krimi „Der Esel“ von Thomas Hesse und Thomas Niermann. Neu dabei ist die Werkstatt der Lebenshilfe, Am Schornacker 111a.

Vize-Bürgermeisterin Marlies Hillefeld trägt hier am Mittwoch, 18. September, ab 14 Uhr „Ich mit ohne Mama“ vor.

Im Streichelzoo der Grav-Insel stellt Pfarrer Winfried Junge am Donnerstag, 19. September, ab 17 Uhr das Siegfried-Lenz-Buch „Der Geist der Mirabelle“ vor.

Freitag, 20. September, präsentiert Werner Arand ab 18 Uhr sein Buch mit Kriegserinnerungen im Sommerhaus Fort I (Feldweg, über Perricher Weg 75 erreichbar).

Weitere Infos und einen Überblick über alle Wesel-liest-Veranstaltungen gibt es online hier.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben