Die Lippe ist auf einem guten Weg

Wesel.   Wesel ist durch seine Lage an drei Flüssen geprägt. Einem von ihnen wurde vor einigen Wochen eine besondere Ehre zuteil: Die Lippe wurde vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und den Natur-Freunden Deutschlands (NFD) zur Flusslandschaft des Jahres auserkoren. Dies war auch der Anlass, das Landestreffen der Natur-Freunde NRW in der Niederrheinhalle zu veranstalten und ein Programm rund um die Hansestadt zu organisieren. Vormittags führten Exkursionen zum Beispiel zur renaturierten Lippemündung, um dort an einer Wanderung mit Dr. Mario Sommerhäuser teilzunehmen.

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Wesel ist durch seine Lage an drei Flüssen geprägt. Einem von ihnen wurde vor einigen Wochen eine besondere Ehre zuteil: Die Lippe wurde vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und den Natur-Freunden Deutschlands (NFD) zur Flusslandschaft des Jahres auserkoren. Dies war auch der Anlass, das Landestreffen der Natur-Freunde NRW in der Niederrheinhalle zu veranstalten und ein Programm rund um die Hansestadt zu organisieren. Vormittags führten Exkursionen zum Beispiel zur renaturierten Lippemündung, um dort an einer Wanderung mit Dr. Mario Sommerhäuser teilzunehmen.

Im Anschluss wurde der Fluss vorgestellt, um ihn den zahlreichen Anwesenden „etwas näher zu bringen“, wie der Landesvorsitzende der Natur-Freunde, Leo Gehlen, ankündigte. Geograph und Umweltingenieur Markus Maaßen vom Landesverband NRW veranschaulichte die Route der Lippe und ihre Geschichte. Mit 220 Kilometern ist sie der längste Fluss in NRW. Dabei handelt es sich um einen Flachlandfluss mit der Quelle in Bad Lippspringe. In ihrem vergleichsweise kurzen Dasein von etwa 11 000 Jahren musste die Lippe schon einiges mitmachen: Eindeichungen mit bis zu 16 Metern Höhe, Begradigungen und Verunreinigung durch Abwässer. Mittlerweile hat laut Maaßen aber „ein Umdenken stattgefunden“ und dem Fluss wird wieder mehr Raum gegeben. Trotzdem ist noch einiges zu tun. Auch das Projekt Wasser-Wege, das Maaßen mit einer Kollegin leitet, soll auf die Lippe ausgedehnt werden - mit Radwegen und Wanderrouten soll der Fluss „erlebbarer“ werden.

Dr. Svenja Gertzen vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe wünscht sich ebenfalls noch einige Veränderungen an der Lippe. Durch Befischungen, den Einsatz von Ultraschallsendern und Reusen konnte zwar herausgefunden werden, dass nur wenige heimische Arten fehlen, jedoch haben Döbel, Gründling und Co. mit fremden Arten zu kämpfen – die durch den Wasseraustausch mit dem Datteln-Hamm-Kanal kamen. Gertzen betonte abschließend: „Die Lippe ist auf einem sehr guten Weg. Mit der Auszeichnung möchten wir aber auch darauf aufmerksam machen, was noch getan werden muss.“ Im Anschluss stimmte die westafrikanische Band Kalikuvi mit Trommelrhythmen auf die Vorstellung der Landschaft des Jahres ein – die liegt erstmals außerhalb Europas im Grenzgebiet zwischen dem Senegal und Gambia.

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