Brauchtum

Die Weseler Ex-Tollitäten lassen es so richtig krachen

Die ehemaligen Weseler Prinzenpaare feierten kräftig in der Schützenhalle.

Die ehemaligen Weseler Prinzenpaare feierten kräftig in der Schützenhalle.

Foto: Erwin Pottgiesser

Wesel.  Die Traditionsgemeinschaft feierte ausgelassen mit großem Programm in der Schützenhalle an de Tent und dem „Auesee-Ballett“.

Die Erlebnisse als Prinzenpaar auch noch nach der Session mit anderen teilen zu können, das war 1974 die Idee von Dieter Gnass und Karl-Heinz (Oli) Ortlinghaus und so gründeten sie vor 45 Jahren mit Unterstützung des damaligen CAW-Präsidenten Günter Lorenz die Traditionsgemeinschaft. Zum ersten Treffen dieser jecken Truppe im „neuen Jahr “ konnte die amtierende Präsidentin Marion Holtkamp einmal mehr viele bunt kostümierte Ex-Tollitäten im Schützenhaus „An de Tent“ begrüßen.

Einer ihrer ersten Amtshandlungen an diesem bunten Abend war dabei traditionell die Aufnahme des letztjährigen Prinzenpaares Olaf I. und Bettina I. (Frenzel) in diesen erlauchten Kreis, was mit lauten „Wesel Helau“-Rufen gebührend gefeiert wurde.

„Oh wie herrlich ist die Narrenzeit“

Auch Thomas Holtkamp, Chef des Carneval Ausschusses Wesel (CAW) ließ es sich nicht nehmen zu gratulieren. In seiner launigen Rede lobte er die Aktivitäten der Traditionsgemeinschaft und hatte dabei auch eine gute Nachricht im Gepäck. Er sei zuversichtlich, dass es beim Thema Unterbringung der Rosenmontags-Wagen bald eine Lösung gefunden wird.

Das hörten die Narren gerne, schließlich ist auch die Gruppe der Ex-Prinzenpaare jedes Mal beim Umzug mit einem schmucken Wagen dabei.

Nach dem gemeinsamen Singen der Karnevalshymne „Oh wie herrlich ist die Narrenzeit“ hatten die Jecken dann großen Spaß am gelungenen Auftritt von Ingrid Wüstefeld, die von leckeren Buffets berichtete: „Ich laufe gemütlich, dann immer schneller, hoffentlich haben die nicht zu kleine Teller“.

Wenn „Mäx und Maurice“ Marketing machen

Nach dem Tanz der Büdericher Showtanz-Gruppe „Cre8“ sorgten Uli Wüstefeld und Ingrid Laader mit Neuauflagen von Max und Moritz für Lacher. Kurzerhand wurden die beiden Figuren von Wilhelm Busch auf „Mäx und Maurice“ umgetauft und zu Marketing Experten gemacht.

Die Stimmung schwappte endgültig über, als das „Auesee-Ballett“ sein Können zeigte. Die drei Grazien (Tilly Eben, Ingrid Laader, Elke Becker) sorgten mit einer Mischung aus Schwanensee und Vogeltanz für viele Lachtränen im Saal.

Da durfte natürlich auch eine „Can Can“-Zugabe nicht fehlen, und alle waren sich einig: dieser Auftritt machte einfach Lust auf Karneval, der nunmehr langsam aber sicher in der heiße Phase geht. Die Traditionsgemeinschaft jedenfalls, das machte der Abend im Schützenhaus deutlich, ist bereits in einer beeindruckender Frühform.

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