Politik

Ein Fachmann aus Wesel für die Binnenschifffahrt

Andreas Stolte, Geschäftsführer DeltaPort, Peter Berns, Rudolf Kretz-Manteuffel und Bernd Reuther (von links) bei einem Gespräch über die Niederrheinhäfen.

Andreas Stolte, Geschäftsführer DeltaPort, Peter Berns, Rudolf Kretz-Manteuffel und Bernd Reuther (von links) bei einem Gespräch über die Niederrheinhäfen.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Wesel.  Vor der Sommerpause berichtet der Weseler FDP-Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther über seine Arbeit mit zahlreichen Themen.

Noch ein Besuch bei der Solvay und Grillen mit dem Vorstand der Jungen Liberalen im privaten Garten, dann geht es in die Sommerpause. Vorher schaute der Weseler FDP-Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther in der NRZ-Redaktion vorbei, um über das zu berichten, was ihn in Berlin, in seinem Wahlkreis, aber auch darüber hinaus beschäftigt.

Marode Schleusen und kaputte Poller

Als Sprecher der Parlamentsgruppe Binnenschifffahrt ging es zum Beispiel um die in die Jahre gekommenen Schleusen des Wesel-Datteln-Kanals. Im benachbarten Friedrichsfeld steht eines der Beispiele dafür. Dazu sind dort die maroden Nischenpoller ein Problem. Die Pfähle, an denen die Binnenschiffer ihre Taue befestigen, können zum gefährlichen Geschoss werden. Nämlich dann, wenn das Seil schon drum ist, sich das Schiff vom Ufer wegbewegt und der Poller wie ein Bumerang auf die Ladefläche knallt. Um das zu verhindern, gibt es einen so genannten Festmachdienst, der am Kanalrand steht und die Schiffe an provisorischen Pollern befestigt.

In diesem Bereich hat der Niederrheiner Reuther inmitten lauter norddeutscher Abgeordneter keinen leichten Stand. „Die meisten kommen von der Küste“, sagt er. „Da muss man erstmal klar machen, dass Binnenschifffahrt nicht nur auf der Elbe, sondern auch auf dem Rhein und den Kanälen stattfindet.“ Dass er weiß, wovon er spricht, zeigt ein Blick in seine Vita. Denn er arbeitete unter anderem zwei Jahre für die Duisburger Hafen AG.

Ferkelkastration

Dann wieder ist der 48-Jährige bei Thyssen-Krupp zu Besuch, wo er erfährt, was für Auswirkungen Niedrigwasser auf die Kraftwerke hat. Und auch in Sachen Ferkelkastration kenne er sich nun bestens aus.

Es sind viele Themen, bei denen Bernd Reuther sehr ins Detail gehen muss. Dabei hat er Menschen an der Seite, die ihm die Termine entsprechend vorbereiten. Den Schritt von Hochtief in Essen in den Bundestag nach Berlin gegangen zu sein, bereut er nicht, auch wenn noch eine Menge Herzblut an der bisherigen Aufgabe hängt: „Es war eine absolut richtige Entscheidung, eine ganz neue Horizonterfahrung.“

Fast 30 Jahre in der FDP

Ansonsten ist der Freidemokrat auch viel vor Ort im Kreis unterwegs. Im Herbst geht es etwa darum, als FDP-Kreisvorsitzender die Kommunalwahl 2020 vorzubereiten. Da stehen einige Arbeitsgruppensitzungen an, um das Wahlprogramm zu erarbeiten. Ob man mit einem eigenen Landratskandidaten in die Wahl zieht, ist dabei noch offen. In den Ortsverbänden ist es das Ziel, in alle Stadt- und Gemeinderäte in Fraktionsstärke einzuziehen, sagt er, der Ende des Jahres schon seit 30 Jahren in der FDP ist.

Die nächsten Termine stehen auch schon fest. So geht es etwa mit der pflegepolitischen FDP-Sprecherin Nicole Westig in ein Krankenhaus oder Pflegeheim. Und auch der Besuch einer Behinderteneinrichtung steht demnächst an. Doch jetzt ist erst einmal ein bisschen Pause...

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