Stadtentwicklung

Ein großer Knackpunkt ist die Anlieferung von Saturn

Künftig soll links Aldi und rechts Edeka beliefert werden. Wie die Anlieferung von Saturn einmal aussieht, ist momentan noch offen. Hier fehlt der Platz dafür.

Foto: Erwin Pottgießer

Künftig soll links Aldi und rechts Edeka beliefert werden. Wie die Anlieferung von Saturn einmal aussieht, ist momentan noch offen. Hier fehlt der Platz dafür. Foto: Erwin Pottgießer

Wesel.   Der Edeka-Markt im Erdgeschoss, Saturn oben - die Politik findet’s gut. Nur die Anlieferung für Saturn soll nicht über die Kreuzstraße erfolgen.

Die Pläne, das Esplanade-Center an der Ecke Esplanade/Kreuzstraße mit neuem Leben zu füllen, stoßen bei der Politik durchweg auf positive Resonanz: im Erdgeschoss ein Edeka-Markt mit 1700 Quadratmetern Verkaufsfläche, ein Bäcker mit Café auf 200 Quadratmetern, ein von 950 auf 1300 Quadratmeter vergrößerter Aldi-Markt und Kik; in der ersten Etage ein auf 2000 Quadratmeter verkleinerter Saturn-Markt, der mit Rolltreppe und Aufzug Anschluss findet, genauso wie die Tiefgarage, die bislang so nicht angebunden ist; im zweiten Obergeschoss ein Fitnesscenter.

Die vom Projektkoordinator, der IPH Handelsimmobilien GmbH, vorgelegte Planung überzeugte während der gemeinsamen Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, des Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschusses sowie des Ausschusses für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr. Lediglich die Anlieferung für den Saturnmarkt, die künftig keinen Platz mehr an der bisherigen Stelle haben wird, weil dort Aldi und Edeka ihre Waren erhalten, sorgte für erheblichen Diskussionsstoff. Der vom Architekten Joachim Lukas (C3 Projektmanagement GmbH) vorgelegte Vorschlag, die Anlieferung im Bereich von Zeeman von der Kreuzstraße aus zu installieren, stieß nicht auf Gegenliebe. Im Gegenteil. Auch wenn Verkehrs- und Lärmschutzgutachten versprochen wurden und „relativ kleine 7,5-Tonner“, das ist nicht die Lösung, die sich die Weseler Politik wünscht.

Vorschlag von Karlheinz Hasibether

Ein Vorschlag kam von Karlheinz Hasibether (SPD), selbst Architekt und Stadtplaner. Man könne doch über die Tückingstraße auf die Mauerbrandstraße führen und dort eine Anlieferungszone einrichten. Hatte Lukas zunächst noch „von mehr als eingeschränkten Alternativen“ gesprochen, wird er nun wohl die Hasibether-Idee näher unter die Lupe nehmen. Schließlich bekam er von den Mitgliedern aller drei Ausschüsse einstimmig mit auf den Weg, eine Anlieferung zu erarbeiten, die nicht von der Kreuzstraße aus erfolgt. Nicht nur Ludger Hovest (SPD) sähe sonst Leserbriefe und Unterschriftenaktionen auf die Stadt zukommen, auch Friedrich Eifert (FDP) sagte, der Ärger der Bevölkerung sei dann programmiert.

Erfreut zeigten sich allerdings alle über den angekündigten Supermarkt, der in der Präsentation noch den Namen „Komp“ trug. Nach der Absage der Kaufmannsfamilie wird nun nach einem anderen Betreiber gesucht. Das sei aber kein Problem, versicherte ein Vertreter der Edeka. Schließlich gebe es viele Nachkommen aktiver Händler, die selbst einen Markt betreiben möchten.

>>>ERÖFFNUNG ERST 2019

Acht Monate wird es wohl dauern, bis die geplanten Veränderungen vollzogen sind, rechnete der Architekt vor. Mit Blick auf die Vorplanung und die nötige Genehmigung ist deshalb klar: Mit einer Eröffnung des neuen Esplanade-Centers wird es in diesem Jahr nichts mehr. Zunächst wird Saturn hochziehen, bevor die Umbauten im Erdgeschoss starten.

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