Jubiläum

Ein neuer Wald erinnert an den 777. Geburtstag von Wesel

Gottfried Brandenburg (Stadt Wesel), Thomas Graes (ASG), Thea Wissen (Stadt), Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, City-Manager Thomas Brocker und Ideengeberin Anna Goertz (von links) neben dem Jubiläumsbaum. Foto:Gerd Hermann

Gottfried Brandenburg (Stadt Wesel), Thomas Graes (ASG), Thea Wissen (Stadt), Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, City-Manager Thomas Brocker und Ideengeberin Anna Goertz (von links) neben dem Jubiläumsbaum. Foto:Gerd Hermann

Wesel.   Eingeweiht wird das 1,75 Hektar große Areal zwischen der Feldstraße und dem Friedhof in Obrighoven am 1. Dezember um 14 Uhr.

Ob es am Ende tatsächlich die angedachten 777 Bäume für Wesel sein werden, die jetzt zwischen dem Friedhof und der Feldstraße in Obrighoven nach und nach in die Erde kommen? Vermutlich nicht unbedingt, aber in etwa könnte diese Zahl in dem neuen Wald stimmen.

Jede Menge Punkte fürs Ökokonto

Auf dem 1,75 Hektar großen Grundstück, das im Flächennutzungsplan als Erweiterungsfläche für den Friedhof vorgesehen war, finden nicht nur 16 größere, einzeln stehende Laubbäume ihren Platz, sondern auch ein Krautsaum, eine Blumenwiese sowie Sträucher und Kleinbäume. Diese unterschiedlichen Grünzonen entsprechen einem Wald. Auch an ein Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten wurde hier gedacht. Das erläutert Thomas Graes vom städtischen Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen).

Zwei junge Ideengeber

Anna Goertz (19) und ihr Bruder Simon (22) gaben den Anstoß zu diesem außergewöhnlichen Erinnerungsort bereits zum 775. Stadtgeburtstag, als bei einer von der Stadt initiierten Ideenbörse zum anstehenden Jubiläumsjahr so manches zusammenkam. Im Schnapszahljahr (777 Jahre Weseler Stadtrechte) geht es an die Umsetzung. Die Waldfläche ist bereits eingezäunt, gewissermaßen als Krönung mit Stacheldraht, dazu wurden zwei Wege geschaffen. Naturnah sind sie, sagt Graes, mit dem anstehenden Boden und einem Zusatzstoff. Gottfried Brandenburg vom Fachbereich Stadtentwicklung erläutert, dass bei Baumaßnahmen regelmäßig Waldflächen als Ausgleich erforderlich sind. Der neue Wald kann ins städtische Ökokonto aufgenommen und bei Bedarf genutzt werden.

Darüber hinaus hat das Gelände natürlich einen Erholungswert. Der Weg von der Feldstraße aus endet auf einer Waldlichtung mit einem größeren Baum, dem Jubiläumsbaum, der gleichzeitig als Zentrum gilt. Zudem laden Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Darüber hinaus gibt es von dort einen weiteren Weg, der parallel zur Feldstraße verläuft.

16 Bäume für 16 Wohnplätze

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp erläutert die Symbolik. Die 16 einzelnen Bäume stehen für die 16 Wohnplätze Wesels: Feldmark, Blumenkamp, Fusternberg, Schepersfeld, Lippedorf, Flüren, Lackhausen, Obrighoven, Wittenberg, Bislich Land, Bergerfurth, Bislich Ortskern, Diersfordt, Perrich/Werrich, Ginderich und Büderich.

Das neue Waldstück zum 777-Jährigen der alten Hansestadt an Rhein und Lippe in diesem Jahr kostet circa 70.000 Euro, ein naturnaher Erholungsraum am Siedlungsrand.

>>>EINWEIHUNG AM 1. DEZEMBER

Offiziell wird der Wald am Samstag, 1. Dezember, 14 Uhr, eingeweiht. Dazu sind Vereine und Institutionen aus Obrighoven sowie alle weiteren Weseler Heimatvereine eingeladen. Es gibt Musik, Plätzchen, Glühwein, Kinderpunsch und anderes mehr.

Weseler, die dabei sein möchten, müssen sich bis Freitag, 23. November, bei Christine Schulz im Büro der Bürgermeisterin anmelden:telefonisch unter 0281/203-2201 oder per E-Mail an christine.schulz@wesel.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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