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Eine gute Adresse mitten in der Stadt

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Foto: WAZ FotoPool

Wesel.   Prominenter Besuch heute Morgen im Zitadellenviertel: Der nordrhein-westfälische Bauminister Michael Groschek sah sich dort zusammen mit einer Delegation von Fachleuten um - unter Leitung von Bauvereinsvorstand Anett Leuchtmann.

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Nordrhein-Westfalens Bauminister Michael Groschek ist begeistert. „Die Lage ist wirklich klasse“, sagt er anerkennend beim morgendlichen Spaziergang durch das Zitadellenviertel. Hier habe der Bauverein Wesel in vorbildlicher Weise den auf Landesebene im „Bündnis für Wohnen“ angedachten Quartiersgedanken vorweggenommen. Dies sei der Weg der Zukunft, bezahlbarer, altersgerechter, energieeffizienter Wohnraum.

Geborgenheit und Sicherheit

Zuvor hatte Bauvereinsvorstand Anett Leuchtmann der im Bus angereisten Delegation einen Einblick in die Entwicklung des Viertels gegeben. Neben der Politik war auch die Architektenkammer NRW und der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen dabei, als sie die unterschiedlichen Sanierungen erläuterte. Teils wurden die Häuser an der Weimarer Straße seit 2007 komplett saniert, inklusive barrierefreier Bäder und behindertengerechter Zugänge über die Terrassen. Teils erfolgte wiederum eine komplette Entkernung inklusive einer Erweiterung der Wohnfläche und einer Penthouseaufstockung. Am Ende stehen unterschiedliche Qualitäten für unterschiedliche Mieten, die von fünf bis 6,50 Euro pro Quadratmeter reichen.

Mehr als 200 Wohnungen wurden so seit 2007 aufgewertet, und es ist noch nicht Schluss. Demnächst geht es an die einstige Bundesversuchssiedlung, die unmittelbar angrenzt und Anfang der 50er Jahre entstand. Hier müssten allerdings tiefgreifendere Veränderungen erfolgen, weiß Leuchtmann, und das, ohne die Außenbereiche zu vernachlässigen, wo der Bauverein auch über viele Wohnungen verfügt. Insgesamt sind es 3000 eigene und verwaltete Wohneinheiten.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp nannte als Vorteil des Zitadellenviertels, dass es nur vier Gehminuten von der Fußgängerzone entfernt liegt. Es handele sich um ein ganz wichtiges Quartier, „eine gute Adresse“, wie Leuchtmann es ausdrückt. Die Investitionen reichten für die nächsten 20, 30 Jahre, sagt sie und auf die Frage, ob ein Abriss inklusive Neubau am Ende nicht günstiger als sie Sanierung gewesen wäre, antwortet sie, dass das Ergebnis plus minus null sei. Groschek betonte die Wichtigkeit des Wohnumfelds, das soziale Geborgenheit und Sicherheit gebe und wollte Tipps von den Praktikern, auch was die Förderung angeht. Hier machte Leuchtmann auch den preislichen Unterschied zwischen dem Wohnraum in Wesel und dem Wohnraum in Ballungsräumen deutlich. Abschließend berichtete sie von einem positiven Beispiel, von einem Ehepaar, das hier bald einziehen wird - direkt aus einem Pflegeheim.

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