Oldtimer-Treffen

Fahrzeug-Nostalgie am Lühlerheim in Schermbeck

Viel zu bestaunen gab es beim Schermbecker Oldtimertag am Lühlerheim.

Foto: Arnulf Stoffel

Viel zu bestaunen gab es beim Schermbecker Oldtimertag am Lühlerheim. Foto: Arnulf Stoffel

Schermbeck.   Historische Autos konnten bei den Schermbecker Oldtimerfreunden bewundert werden. „Hauptsache luftgekühlt“ hieß es zudem beim Bully-Treffen.

Freunde historischer Autos hatten Sonntag einen Pflichttermin: Die Oldtimerfreunde Schermbeck veranstalteten auf dem Gelände der Stiftung Lühlerheim ihren achten Oldtimertag. Vereins-Vorsitzender Sven Schlei stellte fest: „Wer kommt, der kommt.“. Heißt: Ohne Anmeldung und Eintritt waren alle Oldtimerbesitzer und -interessierten willkommen.

Als gute Zweckgemeinschaft lobte Schlei die Zusammenarbeit mit der Stiftung. Die Oldtimerfreunde seien „froh, dass wir hier sein können“, betonte er. Das Lühlerheim habe seinerseits die Möglichkeit, sich zu präsentieren.

So ließen es sich etliche Gäste im Café Lühlerheide gut gehen. Auch viele Bewohner der Siedlung kamen, um den nostalgischen Trubel zu genießen.

Schon lange vor der offiziellen Eröffnung rollten die ersten an. Obwohl es erst um 10 Uhr offiziell starten sollte, standen die ersten Fahrer am Morgen schon eineinhalb Stunden vorher am Einlass. „Die Hauptwiese ist sehr begehrt“, erklärte Schlei. So gebe es einige wenige Teilnehmer, die früh ihr Auto dort abstellen, dann frühstücken und erst später wiederkommen. Nur, um ihr Fahrzeug an diesem prominenten Platz zeigen zu können.

Sonntags und bei trockenem Wetter

Joachim Köhnen stand mit seinem Austin 12/4 aus dem Jahr 1936 auf einer der Nebenwiesen und hatte damit kein Problem. „Das kann ich doch gar nicht bezahlen“, erinnerte er sich an seine Reaktion, als ihm der Vorbesitzer das Automobil zum Kauf anbot. Das war vor vier Jahren und seitdem fühlt sich der Bislicher mit dem Wagen sehr wohl.

„Sonntags und bei trockenem Wetter“ lasse er den Oldtimer auf die Straße. „Daumen hoch“ schilderte er eine häufige Reaktion anderer Autofahrer, wenn er mit seinem Austin zum Beispiel an einer Ampel halte. „Den gebe ich nicht wieder her“, antwortete Köhnen lachend auf die Frage, ob er sich jemals von dem Auto trennen will.

Aus Dorsten war Manfred Hürland mit einem seiner MG angereist. Er hatte Glück: Für den kleinen grünen englischen Zweisitzer war noch eine Ecke auf der Hauptwiese frei.

An deren anderer Seite parkte eines der wohl schönsten Autos des Treffens: ein EMW 327 Cabrio von 1954. Schnell mit dem BMW gleichen Typs zu verwechseln, war das blaue Auto ein sehr gefragtes Fotomotiv.

Zum Oldtimertreffen kam diesmal noch ein zweites – „eine eigene Veranstaltung“, betonte Schlei. Eine VW-Bully-Interessengemeinschaft machte am Lühlerheim ihr Abschlusstreffen. Die IG hatte bei den Oldtimerfreunden nachgefragt.

Die teils top gepflegten Busse waren auf jeden Fall einen genauen Blick wert. Das Motto dort hieß: „Hauptsache luftgekühlt.“

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