Starkregen

FDP Wesel: Starkregen-Problematik ist vorrangig zu behandeln

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Henning Wagner von den Stadtwerken Wesel konnte in Blumenkamp viele Fragen beantworten.

Henning Wagner von den Stadtwerken Wesel konnte in Blumenkamp viele Fragen beantworten.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Wesel.  FDP-Fraktion in Wesel hat am Beispiel Blumenkamp weitere Fragen und beantragt baldige Klärung im Fachausschuss

Das Thema Starkregen in Blumenkamp am 4. Juli beschäftigt die FDP noch immer, auch nach dem Informationsabend im Stadtteil bleiben für den Fraktionsvorsitzenden Michael Oelkers und den sachkundigen Bürger Friedrich Eiffert noch Fragen offen.

Die FDP-Politiker beantragen, dass die Verwaltung in den Ausschüssen für Stadtentwicklung und für Umwelt, Nachhaltigkeit und Mobilität Antworten gibt. Die Hauseigentümer hätten nach der Beratung und Information der Stadtwerke verstanden, dass der Objektschutz in Eigenverantwortung durchgeführt werden müsse.

Zwei Starkregenereignisse in fünf Jahren

Die FDP weist jedoch darauf hin, dass Blumenkamp innerhalb von fünf Jahren zwei Starkregenereignisse erlebt hat, bei denen vor allem der Schmutzwasserkanal der Verursacher für das Volllaufen der Keller und Überschwemmungen der Straße war. „Die Generalentwässerungsplanung für Blumenkamp mit den getrennten Kanälen ist von von der Bezirksregierung genehmigt worden. Blumenkamp gilt wie auch andere Ortsteile als abgeschlossenes Baugebiet. Jetzt kommt es darauf an zu wissen, wie sich abfließendes Wasser bei einem Starkregenereignis verhält und wie es dann abgeleitet werden kann“, heißt es. Hierzu werde von der Verwaltung eine Starkregengefahrenkarte erstellt.

Die FDP möchte wissen, was schon jetzt veranlasst werden kann, um künftige Situationen abzumildern. Dazu sei es notwendig, Oberflächenmodellierungen vorzunehmen. „Es gilt, Möglichkeiten zu finden, um das Oberflächenwasser gezielt abzuleiten zum Beispiel in Regenrückhaltebecken. Hierzu müssen die Fachbereiche Bauleitplanung, Straßenplanung, Stadtwerke Wesel und auch ASG zusammenarbeiten.“ Geeignete Grundstücke in abgeschlossenen Wohngebieten müssten gefunden werden.

Vorschlag von Schachtabdeckungen sollen geprüft werden

Ein konkreter Vorschlag eines Bürgers auf der Infoveranstaltung lautete, sämtliche Schachtabdeckungen der Schmutz-/Abwasserkanäle mit einem Fremdwasserverschluss-System auszustatten. Dies würde den Wassereinlauf über die Schachtdeckel verhindern. Die Kosten halten sich in Grenzen, so die FDP. Die Betroffenen und die Fraktion möchten nun wissen, ob diese Maßnahme zeitnah umgesetzt werden kann und was dem entgegen stehen könnte.

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Die Stadtwerke hätten schon in 2016 Maßnahmen zur kommunalen Überflutungsvorsorge vorgeschlagen. Was wurde davon bisher umgesetzt? Die FDP-Fraktion fordert, diese Problematiken in der Bearbeitungsliste der Stadt prioritär zu behandeln.

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