Kampagne

Film des RVR zeigt, wie es sich in Hünxe leben lässt

Rock am See Tenderingssee ist inzwischen auch über die Grenze von Hünxe hinaus bekannt geworden - es ist ein Benefizkonzert für die ganze Familie.

Rock am See Tenderingssee ist inzwischen auch über die Grenze von Hünxe hinaus bekannt geworden - es ist ein Benefizkonzert für die ganze Familie.

Foto: Markus Joosten

Hünxe.   Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport und Freizeit kommen im Clip zu Wort. Die Gemeinde ist attraktiv, Wohnraum allerdings rar und teuer.

Der Krudenburger Dorfkern, Felder, weidende Kühe, der Tenderingssee – das sind Bilder, die zu Beginn des knapp zwei Minuten langen Videoclips über den Bildschirm flimmern. Darin stellt sich die Gemeinde im Rahmen der Kampagne „Stadt der Städte“ des RVR (Regionalverband Ruhr) als Teil der Metropole Ruhr vor, auch Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Freizeit und Sport melden sich zu Wort. Das Ziel: Sie wollen auf Hünxe als lebenswerten Ort am Rande des Ruhrgebiets aufmerksam machen, zeigen, was die kleine Kommune so zu bieten hat.

Denn weit ist es bis Duisburg, Essen und Co. über die Autobahn nicht. Trotzdem: „Viele Menschen aus dem Ruhrgebiet kennen Hünxe nicht“, sagt Ingrid Meyer, stellvertretende Bürgermeisterin, die sofort wichtige Aushängeschilder aus dem Hünxer Freizeitbereich nennt: Strandbad, Landeplatz für Modellflieger, Schützenwesen, Reitverein, Chor – im RVR-Clip erwähnt die Hünxerin das starke ehrenamtliche Engagement als eine Besonderheit der Gemeinde. In Großstädten findet sie es im Vergleich zum Leben in Hünxe eher anonym – „hier kann man durchatmen. Das Wort ‘entschleunigen’ ist derzeit in aller Munde.“ Bei der „Tour de Flur“ habe sie viele Besucher aus dem Ruhrgebiet getroffen.

Hoffen auf weitere Baugebiete

Die Kühe im Stall, die Heuballen und die Kartoffeln auf dem Feld – dass Kinder aus Großstädten das kennen, sei nicht selbstverständlich. Das sind viele Vorzüge auf dem Land, aber wo sieht sie in Hünxe konkret Nachholbedarf? Da nennt Ingrid Meyer das Thema Tourismus, mehr Werbung könne gemacht werden. Für jüngere Menschen seien vor allem die Verkehrsmittel ein Manko. Und: „Baugrundstücke, die zur Verfügung stehen, sind recht teuer. Normalverdiener haben es da schwierig.“

Dabei ist die Nachfrage, das Interesse in Hünxe zu leben, groß. Das nimmt Michael Häsel, Wirtschaftsförderer der Gemeinde, wahr. Er spricht von „Wohnungs- und Immobilienknappheit“, hofft darauf, dass mit dem RVR-Regionalplan demnächst weitere Baugebiete ausgewiesen werden können.

Rock am See: Besucher kommen auch aus Duisburg und Oberhausen

„Ich bin einer von fünf Millionen“ – das sagen im RVR-Videoclip auch Christian Creutzburg, technischer Geschäftsführer der Gemeindewerke, und Erik Grosser, Inhaber der Fahrschul-Akademie Niederrhein. Die Mischung der Branchen in Hünxe macht’s, findet Michael Häsel – von mittelständischen Familienbetrieben bis zur Zweigstelle eines Global Players sei alles vertreten. „Nach dem Weggang von BP gibt es nicht mehr die Abhängigkeit von einer Branche.“

Aktuell führt sie das deutsche U20-Fußballteam der Frauen bei der WM in Frankreich an, vorher war es Jana Feldkamp ein Anliegen, eine Lanze für Hünxe zu brechen: „Ich bin stolz, hier aufgewachsen zu sein“, sagt sie im Video. Auch, dass Mathias Scheithauer, Initiator des Benefizkonzerts Rock am See, beim Film mitmacht, war für ihn klar: „Weil ich mich für Hünxe engagieren will“, sagt der Bruckhausener. In den vergangenen Jahren sei Rock am See auch über Hünxe hinaus bekannt geworden. Es spreche auch Besucher aus dem Ruhrgebiet an – aus Duisburg oder Oberhausen etwa. „Ich finde die Gemeinschafts super“, sagt Scheithauer über seine Heimat. Mit Hilfe dieser Gemeinschaft finden regelmäßig Veranstaltungen wie die Kultbühne, das Bobbycar-Rennen oder eben Rock am See statt.

  • Mit dem Ergebnis des Films ist Bürgermeister Dirk Buschmann zufrieden. Warum es Hünxe ein Anliegen war, sich im Rahmen der RVR-Kampagne als Teil der Metropole Ruhr vorzustellen? „Wir wollten signalisieren, dass wir dazu gehören.“ Aufgrund der demografischen Situation ginge es auch darum, jungen Familien im Berufsleben Hünxe als Wohnstandort vorzustellen.
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