Naherholung

Für mehr Freizeitvergnügen

Die Natur erobert sich das Gelände der alten Büdericher Ziegelei zurück.

Die Natur erobert sich das Gelände der alten Büdericher Ziegelei zurück.

Foto: WAZ FotoPool

Wesel/Alpen.   Die Gemeinde Alpen will mit der Stadt Wesel kooperieren und im Bereich Menzelen und Alpen ein schönes Naherholungsgebiet schaffen.

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Es sollte das Naherholungsgebiet für die Büdericher werden: Das Areal, auf dem einst arsenverseuchte Erde aus Hessen in Lärmschutzwällen verbaut wurde, und wo die Alte Büdericher Ziegelei später zur unansehnlichen Ruine verkam. Nach erfolgter Sanierung erobert sich die Natur nach und nach wieder alles zurück. Doch nutzen die Büdericher den Spazierweg, der zurzeit von Pfützen durchzogen ist, überhaupt? Der Büdericher Marcus Abram, Schriftführer beim Arbeitskreis Verkehr und Gestaltung des Bürgerforums Büderich sagt, dass dies momentan wegen der matschigen Strecke kaum der Fall ist, ansonsten aber durchaus mancher mit dem Hund unterwegs sei.

Erstes Treffen im Sommer 2012

Das Problem: Das Gelände ist seit dem Bau der Umgehungsstraße nur über einen Umweg von knapp einem Kilometer erreichbar. Und: Hier könnte deutlich mehr geboten werden als nur ein kurzer Rundweg am Dorfrand. Das machte der Bauamtsleiter der Gemeinde Alpen, Ulrich Geilmann, kürzlich während einer CDU-Versammlung deutlich. In Alpen wird nämlich eine Zusammenarbeit mit Wesel angestrebt, schließlich grenzt das Gebiet unmittelbar an die Menzelener Seen, wovon einer im Sommer eine willkommene Abkühlung bietet. Nach anfänglichen Bedenken stünde die Stadt Wesel dem nun offener gegenüber, lautete Geilmanns Einschätzung. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp äußert sich auf Nachfrage auch eher zurückhaltend. Im Sommer habe es ein erstes Treffen von Vertretern aus Alpen, Xanten und Wesel mit der Bezirksregierung gegeben. Das Ergebnis fasst sie so zusammen: Noch ist das Leader-Programm, aus dem Geld für das angedachte Projekt fließen könnte, nicht neu aufgelegt. Man müsse sich bewerben, um möglicherweise vom Start im Jahr 2014 profitieren zu können.

Ehrgeizige Pläne liegen allerdings schon vor. Die Weseler Auskiesungsfirma Hülskens hat genauso wie der Regionalverband Ruhr welche entwickelt. Geilmann kündigte an, keine Konkurrenz zu den Xantener Seen entstehen zu lassen, sondern einen anderen Schwerpunkt zu setzen und das in einem deutlich kleineren Rahmen. Ein gastronomischer Betrieb soll aber auf jeden Fall dazugehören.

Trimm-Dich-Pfad

Auch das Bürgerforum in Büderich hat sich natürlich mit dem Gelände befasst und wünscht sich vor allem, dass der Bereich durch Wander- und Radwege erschlossen wird und bestehende Wege in einen besseren Zustand versetzt werden. Zudem bestehe die Möglichkeit des Seenverbunds. Wichtig ist dabei, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel verfolgen, denn die betroffenen Grundstücke gehören unterschiedlichen Besitzern. Während der Baggersee im nördlichen Bereich für Freizeitaktivitäten genutzt wird, liegt das Gewässer im Süden im Naturschutzgebiet. Hier ruht der See still während in Menzelen geschwommen, gesurft, getaucht und geangelt werden darf. Und einen Rundweg, der zu Fuß oder mit dem Fahrrad benutzt werden kann, gibt es hier ebenfalls. Ideen für noch mehr Freizeitvergnügen existieren auch. Beobachtungskanzeln an der Südsee würden der stillen Erholung dienen, ein Durchstich zwischen den Seen ist angedacht. Weitere Möglichkeiten reichen vom Rudern und Paddeln, übers Reiten und Inlineskaten bis hin zum Bogenschießen und Boßeln. Vorstellbar ist außerdem ein Naturlehrpfad oder Trimm-Dich-Pfad sowie ein Spiel- und ein Grillplatz.

Allerdings stehen und fallen weitere Planungen mit der Finanzierung. Wird sie nicht durch Zuschüsse wie aus dem Leader- oder Ilek-Programm geregelt, ist in absehbarer Zeit auch nicht mit größere Veränderungen zu rechnen.

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