Versorgung

Gas-Angebot für Bislich weckt Interesse

Erdgas soll demnächst auch in Bislich für Wärme sorgen.

Erdgas soll demnächst auch in Bislich für Wärme sorgen.

Foto: WAZ FotoPool

Wesel.   Der Info-Abend in Bislich war gut besucht, kein Platz war im Saal der Gaststätte Pooth frei. Die Weseler Stadtwerke verlegen auch Leerrohre für Breitbandkabel. Geschäftsführer Franz Michelbrink stellte die bisherige Planung des etwa 2,5 Millionen Euro teuren Projektes vor.

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Das Interesse war groß, kein Platz war im Saal der Gaststätte Pooth frei. Die Bewohner im Dorf am Deich wollten Informationen erhalten, wie es denn aussieht mit der von den Stadtwerken angebotenen Versorgung mit Gas. Bei einer öffentlichen Fraktionssitzung der CDU am Montag stellte Franz Michelbrink, Geschäftsführer der Stadtwerke Wesel, die bisherige Planung des etwa 2,5 Millionen Euro teuren Projektes vor.

Am Ende war der Chef der Stadtwerke recht zufrieden mit dem Abend in Bislich. Auch wenn noch keine Verträge unterschrieben worden sind, freute er sich über die große Resonanz. Natürlich wollten die meisten Teilnehmer wissen, was es kostet, wann mit den Arbeiten begonnen wird und - gehört ihre Straße dazu? Die Informationen lieferte ihnen Michelbrink.

Die Kosten für den Anschluss eines Hauses an das Erdgasnetz setzen sich aus einem Baukostenzuschuss für die Versorgungsleitung, dem Hausanschluss selbst und den Kosten für Zähler und Inbetriebnahme zusammen. Für den Preis ist maßgeblich, wie lang die Anschlussleitung, also der Weg von der Versorgungsleitung bis zum Anschluss im Haus, sein muss. Bei einer Anschlusslänge von 15 Metern liegt man hier regulär bei etwa 2000 Euro. Allerdings bieten die Stadtwerke einen Sonderpreis, wenn der Anschluss bis zum 31. Dezember diesen Jahres bestellt wird und innerhalb von zwei Jahren nach Fertigstellung mit Erdgas beliefert wird. Dann gibt es den Hausanschluss bis 15 Meter Anschlusslänge, einschließlich dem Betriebskostenzuschuss, für 200 Euro. Jeder laufende Meter mehr schlägt zusätzlich mit rund 60 Euro zu Buche. Allerdings sagte Michelbrink, dass für die meisten der Bislicher Haushalte 15 Meter reichen werden.

Die Bauarbeiten in Bislich sollen zwischen Mitte und Ende April beginnen und zum Ende des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Geplant ist dabei die Versorgung aus Richtung Diersfordt ab „Auf der Höcht“ bis in den Bislicher Ortskern hinein. Weiter außerhalb liegende Straßen, wie „Drögenkamp“ sind bisher zwar nicht in der Planung enthalten, doch sagte Michelbrink, dass sie bei hoher Resonanz der Anwohner möglicherweise noch integriert werden können.

Noch nicht ausgeschrieben

Genaue Daten für den Beginn gibt es bisher nicht, da das Bauprojekt noch nicht ausgeschrieben ist. Auch ist noch nicht klar, wann wo begonnen wird und ob an mehreren Straßen gleichzeitig angefangen werden kann. Dort wo es möglich ist, soll mit Raketenbohrungen gearbeitet werden um so wenige Straßenaufbrüche wie möglich machen zu müssen. Neben der Gasleitung wird ein Leerrohr verlegt, durch das Bislich später an das Breitbandkabel-Netz angeschlossen werden kann.

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