Bestattungen

Gemeinde Hünxe will den Friedwald nun vor Gericht einklagen

Friedwälder werden als Bestattungsform immer beliebter. Die Gemeinde Hünxe liegt bei diesem Thema mit dem Kreis Wesel im Clinch. .

Friedwälder werden als Bestattungsform immer beliebter. Die Gemeinde Hünxe liegt bei diesem Thema mit dem Kreis Wesel im Clinch. .

Foto: Thomas Schmidtke

Hünxe.   Der Kreis Wesel hat die Einrichtung des Bestattungswaldes abgelehnt. Diese Entscheidung stößt in Hünxe auf Unverständnis und Kritik.

Auf Antrag der CDU kam das Thema Friedwald auf die Tagesordnung im Hünxer Haupt- und Finanzausschuss. Wie berichtet, hat der Kreis Wesel die Einrichtung des Bestattungswaldes in Hünxe abgelehnt. Bürgermeister Dirk Buschmann bestätigte der Politik, den Ablehnungsbescheid vom Verwaltungsgericht prüfen zu lassen: „Die Klage ist raus!“ Er hoffe auf eine schnelle Lösung, „um dem Wunsch vieler Menschen in Hünxe und der Region gerecht zu werden. Wir sind ernsthaft daran interessiert, einen Friedwald hier bei uns einzurichten.“

CDU-Fraktionschef Dr. Michael Wefelnberg wollte wissen, wer die Rechtsstreitkosten trägt – „Thyssen Vermögensverwaltung als Grundstückseigentümer“, so Buschmann. „Warum wurden wir als Ratsmitglieder nicht vorab informiert?“, fragte Wefelnberg. – „Mein Fehler, ich werde daraus lernen“, gestand Buschmann. Den Ablehnungsbescheid der Kreisverwaltung habe er nur der Thyssen Vermögensverwaltung und der Friedwald GmbH zeitgleich mitgeteilt. Und welche Erfolgsaussicht hat die Klage? Buschmann: „Ich halte die Chancen für gut.“

Bürgern wird alternative Bestattungsform vorenthalten

Heike Kohlhase (Grüne) verwies auf den einstimmigen Ratsbeschluss, die Ablehnung sei völlig unverständlich: „Hier wird unseren Bürgern eine alternative Bestattungsform vorenthalten.“ Rezia Mols (CDU) fragte den Bürgermeister, ob das Gerücht stimmt, dass die Friedwald GmbH sich um einen Alternativstandort bemüht. Buschmann: „Nach meinen Informationen hält sie an einem Friedwald in Hünxe fest.“ Er betonte, der Antrag sei mit dem Kreis abgestimmt worden, ein Betretungsverbot im Landschaftsschutzgebiet sei nicht thematisiert worden. Unterschiedliche Auffassungen zum Bestattungsgesetz gelte es jetzt zu klären, so Buschmann. Wefelnberg: „Wir alle unterstützen Ihren Kampf.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben