Gerhard Finke feiert seinen 100. heute in Berlin

Wesel/Berlin.   Seinen 100. Geburtstag feiert heute der viele Jahre in Flüren beheimatete Künstler Gerhard Finke, der seit einiger Zeit bei seinem Sohn in Berlin lebt. Dort verbrachte der am 31. März 1917 in der Mark Brandenburg geborene Finke auch seine Kindheit und Jugend. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete er sich seinem künstlerischen Talent: Von 1945 bis 1948 war er an der Düsseldorfer Kunstakademie einer der ersten Studenten – unter anderem Schüler des Malers und Bildhauers Ewald Mataré. Der weltberühmte Joseph Beuys gehörte zu seinen Kommilitonen.

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Seinen 100. Geburtstag feiert heute der viele Jahre in Flüren beheimatete Künstler Gerhard Finke, der seit einiger Zeit bei seinem Sohn in Berlin lebt. Dort verbrachte der am 31. März 1917 in der Mark Brandenburg geborene Finke auch seine Kindheit und Jugend. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete er sich seinem künstlerischen Talent: Von 1945 bis 1948 war er an der Düsseldorfer Kunstakademie einer der ersten Studenten – unter anderem Schüler des Malers und Bildhauers Ewald Mataré. Der weltberühmte Joseph Beuys gehörte zu seinen Kommilitonen.

Dennoch ist Gerhard Finke immer auf dem Boden geblieben, mochte es überhaupt nicht „wenn jemand mit einem Brimborium von Worten Bilder erklärt“. So äußerte er sich vor zehn Jahren kurz vor seinem 90. Geburtstag während eines Gesprächs mit der NRZ in Wesel. „Gerhard Finke 1917-2007 - Das künstlerische Werk“ lautete damals der Ausstellungstitel zum runden Geburtstag, die im Centrum zu sehen war. Nun steht eine weitere Ausstellung bevor, diesmal im Heimathaus und Eiskeller Diersfordt. Vom 9. Juli bis zum 29. Oktober werden Arbeiten von ihm zu sehen sein. Titel der Schau „Lebenswerk – Bildnisse von Menschen, Architektur und Landschaft“. Der langjährige Leiter des Städtischen Museums, Jürgen Becks, und Kunsthistorikerin Dr. Susanne Höper-Kuhn, die sich ausführlich mit Finkes Lebenswerk beschäftigt hat, werden an der Eröffnung teilnehmen. Ob auch Gerhard Finke dabei ist, steht noch nicht fest.

Ein weiterer Blick in seine Vita zeigt, dass Finke in den renommierten Kölner Werkschulen seine Fähigkeiten und Kenntnisse durch Einblicke in keramische und feinplastische Techniken erweiterte. 1952 begann er dann seine pädagogische Laufbahn an einem Düsseldorfer Gymnasium, in den 1960er Jahren lehrte er an der Deutschen Schule in Lissabon, bis 1979 unterrichtete er in Voerde. Die Zeit in Portugal, wo ihn Licht und Farbe sehr beeindruckten, brachte ihn auch in Berührung mit der afrikanischen Kultur, die er in seinen Werken verarbeitete. Wieder in Deutschland, begann Finke mit „Combine Paintings“, also Collagen, für die er Materialien der Alltagswelt verwendete (Zeitungspapier, Stoffreste, Fotografien, Etiketten, Schokoladenpapier) und diese mit anderen Zeichen- und Malmaterialien kombinierte.

Im Jahr 2003 schenkten Gerhard Finke und seine 2006 verstorbene Ehefrau Gretel dem Städtischen Museum das umfangreiche künstlerische Schaffen: Zeichnungen, Holz- und Linolschnitte, Bilder in Öl und Acryl sowie Collagen und Skulpturen.

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