Verkehr

Glatter Radweg in Wesel: Ein Gutachten soll Klarheit bringen

Freitag konnte Karin Bastians den vermeintlich fertig gestellten Rad- und Gehweg zu Fuß benutzen. Inzwischen ist er aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt.

Freitag konnte Karin Bastians den vermeintlich fertig gestellten Rad- und Gehweg zu Fuß benutzen. Inzwischen ist er aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt.

Foto: Markus Joosten

Wesel.   Am Montag gab es einen Termin an der Theodor-Heuss-Brücke. Dabei kam die Stadt Wesel zu dem Schluss, dass der nasse Radweg nicht griffig ist.

Zunächst hat sich Bürgermeisterin Ulrike Westkamp erst einmal selbst ein Bild von der Beschaffenheit des neuen Radwegs über die Theodor-Heuss-Brücke gemacht. Nach dem Eselrock testete sie noch am Freitag gegen Mitternacht den leicht feuchten Untergrund und kam zu dem Schluss, dass er zu glatt ist. Die Verwaltungschefin war von Ordnungsdezernent Klaus Schütz über die Vorfälle informiert worden. Ein Radfahrer (19) aus Wesel hatte nach seinem Sturz auf dem glatten Belag die Polizei gerufen (wir berichteten).

Neun Prozent Gefälle

Montagmorgen gab es dann einen Vor-Ort-Termin. Vertreter des Fachbereichs Stadtentwicklung, die ausführende Firma Janßen aus Kleve, das mit der Planung beauftragte Weseler Ingenieurbüro Arnemann und Weigang sowie Materiallieferanten trafen sich. Ergebnis: Das Ingenieurbüro soll ein externes Gutachten einholen, aus dem hervorgeht, ob die Arbeiten normgerecht ausgeführt wurden oder nicht. „Wir gehen davon aus, dass nachgebessert werden muss“, sagte Ulrike Westkamp im Gespräch mit der NRZ. Vermutlich müsse eine gröbere Körnung her. Ein Problem sei vor allem auch das starke Gefälle, das bei neun Prozent liegt.

Die Bürgermeisterin betonte, dass es ihr sehr leid tut, dass jemand gestürzt ist. Die Stadt habe den Radweg allerdings noch nicht abgenommen. Bis zur Klärung bleibt die linke Brückenseite mit dem Geh- und Radweg stadteinwärts für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Baken verwehren ihnen den Zugang. Die rechte Seite, die noch im ursprünglichen Zustand ist, darf dagegen benutzt werden. Radfahrer müssen laut Beschilderung aber dennoch absteigen. Zudem sei schon beobachtet worden, wie die Baken umgangen werden.

Ein weiterer gestürzter Radler hat sich gemeldet

Bei der Polizei hat sich am Freitagabend bislang ein Radfahrer (16) gemeldet, der bereits am 1. Juni auf dem glatten Weg gestürzt ist. Er trug laut Daniel Freitag von der Polizeipressestelle Prellungen und Zerrungen davon. Der Polizist appelliert an weitere Opfer, sich mit der Wache in Verbindung zu setzen. Sie ist unter 0281/1070 zu erreichen.

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