Bildung

Grundschule in Hamminkeln-Mehrhoog: Im Februar ist Baubeginn

So soll die neue Grundschule in Mehrhoog aussehen.

So soll die neue Grundschule in Mehrhoog aussehen.

Foto: Goldbeck / pr

Hamminkeln.  Die neue Schule soll bis Juli 2022 fertiggestellt sein. Sie wird keine klassische Flurschule, sondern mit offenen Aufenthaltsbereichen gestaltet.

Anfang September fiel im Hamminkelner Stadtrat die Entscheidung, dass die Grundschule Mehrhoog für insgesamt 11,1 Millionen Euro gebaut wird. Der Auftrag zum Neubau ging an das familiengeführte Unternehmen Goldbeck mit Hauptsitz in Bielefeld im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Die Verträge wurden jetzt unterzeichnet. Dank der Vorfertigung wichtiger Bauelemente kann das Unternehmen den Terminrahmen einhalten: Der Baubeginn ist für Februar 2021 geplant.

Verläuft alles nach Plan, wird der Neubau bis Juli 2022 fertig sein. Bürgermeister Bernd Romanski ist froh, dass es nun bald losgeht: „Bildung hat in Hamminkeln einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund sind wir sehr froh, dass wir nach der intensiven Planung und Beratung in den zuständigen politischen Gremien jetzt eine neue Grundschule in Mehrhoog bauen können.“

Hochdämmende Baukonstruktion

Bernhard Payer, Leiter des Vorstandsbereichs IV, weist darauf hin, dass der Bau für die Stadt ein Projekt von besonderer Größenordnung ist. „In Mehrhoog wird eine der modernsten Grundschulen im Kreis Wesel entstehen, die sowohl pädagogisch als auch räumlich und energetisch zukunftssicher aufgestellt ist. Insbesondere die Lebenszykluskosten des Gebäudes konnten im Rahmen des Planungsprozesses positiv gestaltet werden.“ Durch die hochdämmende Baukonstruktion in Kombination mit moderner Energietechnik leiste der Neubau einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Der etwa 3.100 Quadratmeter große Neubau wird zwölf neue Klassenräume und vier Fachräume beherbergen.

Statt klassischer Flurschule wird die Grundschule Mehrhoog künftig eine sogenannte „Cluster-Schule“ mit offenen Aufenthaltsbereichen, die als zusätzlicher pädagogischer Raum genutzt werden können. Im Außenbereich werden Klinkerriemchen im Erdgeschoss und eine Holzfassade im Obergeschoss verbaut, die aus städtebaulicher Sicht an ein Baumhaus erinnern sollen. Zudem wird die Schule ein Gründach haben.

Bei der Entwurfsplanung arbeitete Goldbeck mit dem Büro PASD Feldmeier + Wrede Architekten aus Hagen zusammen.

„Gemeinsam konnten wir die pädagogischen Anforderungen des Schulträgers in ein funktionales und zeitgemäßes Raumkonzept übersetzen: durch komplexe, modulare Raumbeziehungen ist eine multifunktionale Nutzung möglich. So lässt sich beispielsweise der Musikraum bei Bedarf zum Foyer öffnen, sodass ein großzügiger Raum für Veranstaltungen entsteht,“ sagt Goldbeck-Geschäftsführer Carsten Hense.

Öffentlich-private Partnerschaft

Der Generalübernehmer übernimmt im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft sämtliche anfallenden Aufgaben – von der Konzeption, über den Bau bis hin zur Betreuung der Immobilie. Die Systemelemente für den Neubau werden in eigenen Werken gefertigt und auf der Baustelle montiert. Vorteil für den Schulträger: Kosten- und Terminsicherheit. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen mehr als 100 Schulprojekte begleitet.

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