Clown-Spuk

Gruselclown erschreckt Passanten im Weseler Bahnhof

Ungefähr so sah der Clown (Archivbild) wohl aus. Vielleicht nicht ganz so auffällig böse.

Ungefähr so sah der Clown (Archivbild) wohl aus. Vielleicht nicht ganz so auffällig böse.

Foto: Archiv/imago

Wesel.  Mitten in der Nacht hat im Bahnhof von Wesel ein Clown zwei junge Männer erschreckt. Er war sogar bewaffnet – und nicht so witzig wie es klingt.

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Wenn das ein Scherz gewesen sein soll, war er nicht besonders witzig: Am Weseler Bahnhof hat am frühen Samstagmorgen gegen 2 Uhr ein Clown zwei junge Männer (17 und 22 Jahre) bedroht.

Mit einer Pistole und einem Messer bewaffnet habe der verkleidete Unbekannte im Bahnhof gestanden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Als sich die beiden Männer näherten, bedrohte und beschimpfte der Clown sie auf Englisch und Deutsch. Dann ging er seelenruhig davon. Seine Spur verlor sich – die beiden Männer alarmierten die Polizei.

Die Beamten werden aber wahrscheinlich nicht viel tun können, denn die Beschreibung des Clowns ist doch sehr willkürlich:

  • klassische weiße Clownmaske mit roten Lippen und roter Nase
  • etwa 185 cm groß
  • dunkles Kapuzenshirt
  • dunkle Hose

Hinweise zu dem unbekannten Erschrecker nimmt die Polizei in Wesel entgegen unter: 0281/1070.

In letzter Zeit ist ein fragwürdiger Trend aus den USA nach Europa geschwappt: Vor allem in Großbritannien versetzen als Grusel-Clowns verkleidete Menschen ihre Mitbürger in Angst und Schrecken. Die Killer-Clowns springen aus dem Gebüsch, erschrecken Passanten und jagen sogar Schulkinder bis ins nächste Gebäude. Auch in Frankreich war das vor zwei Jahren "á la mode". In Italien hatte der Trend vor ein paar Jahren seinen Ausgang genommen.

Und nicht immer läuft der "Clownspaß" ohne Gewalt ab: In Schweden hat vor einigen Tagen ein als Clown verkleideter Mann einen Passanten niedergestochen und schwer verletzt. Mehrfach lief es auch anders herum und der Clown selbst wurde attackiert. Die Behörden nehmen den Trend jedenfalls ernst und verfolgen viele der fragwürdigen Clown-Auftritte.

Wegen der Clown-Hysterie in den USA hatte Fastfood-Riese McDonald's in der vergangenen Woche sogar angekündigt, das Unternehmens-Maskottchen Ronald McDonald aus der Werbung zu nehmen.

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