Kiesabbau

Hamminkeln schließt sich der Klage gegen den LEP nicht an

Die Bedarfsermittlung an Kies im Landesentwicklungsplan ist in der Diskussion und soll juristisch geklärt werden.

Die Bedarfsermittlung an Kies im Landesentwicklungsplan ist in der Diskussion und soll juristisch geklärt werden.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Der Kreis Wesel und einige Kommunen klagen gegen den Landesentwicklungsplan. Hamminkeln wird sich dem nicht anschließen.

Die Stadt wird sich nicht an einer Klage gegen den Landesentwicklungsplan in Sachen Kiesbedarfsermittlung beteiligen. Dem entsprechenden Antrag der Grünen schlossen sich die anderen Fraktionen im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss nicht an.

Und das, obwohl Johannes Flaswinkel (Grüne) engagiert um die Stimmen der anderen warb. „Wegducken und warten, was andere machen“, das gehe nicht. Die Verwaltung sah es als ausreichend an, dass der Kreis Wesel Klage führt, für Flaswinkel ist sie damit als „Trittbetrettfahrer allerunterster Schublade“ unterwegs.

Stellungnahmen aus Hamminkeln klar und einstimmig

Bürgermeister Bernd Romanski reagierte gereizt auf die Anwürfe, „wenn der Kreis Wesel klagt, gilt das für alle“. Die Stellungnahmen aus Hamminkeln seien stets klar und einstimmig gewesen. Und die Herleitung des Kiesbedarfs müsse gesichert sein.

Die ist aus Sicht von SPD-Fraktionschef Jörg Adams „mehr als fragwürdig“. Er sieht das Risiko eines Schweizer Käses in der Landschaft, denn wenn die ausgewiesenen Flächen in fünf Jahren verbraucht wären, „werden noch weitere Flächen benötigt. Die Pläne gelten nicht für 25 Jahre.“ Auch die CDU will keine Wasserwüste, es sei „recht schräg“, die Kiesindustrie nach ihrem Bedarf zu befragen, so Fraktionschef Dieter Wigger. Es sei aber ausreichend, wenn der Kreis klagt, schließlich sei man ja Teil des Kreises Wesel.

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