Umweltschutz

Hamminkelner Blühstreifen gegen das Insektensterben

Landwirt Frank Schulze sät einen Blühstreifen am Vöckingsweg. Die Stadt will so gegen das Insektensterben angehen.

Foto: Markus Joosten

Landwirt Frank Schulze sät einen Blühstreifen am Vöckingsweg. Die Stadt will so gegen das Insektensterben angehen. Foto: Markus Joosten

Hamminkeln.   Insgesamt 23 780 Quadratmeter werden in diesem Jahr im Stadtgebiet eingesät und sollen in den kommenden Monaten neuen Lebensraum bieten.

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Schon im vergangenen Jahr entschloss sich die Stadt Hamminkeln aktiv zu werden, um der bekannt gewordenen Insektenarmut entgegenzuwirken. Der Startschuss für neue Blühstreifen erfolgte in diesem Frühjahr unter anderem auf einer Fläche am Vöckingsweg. Insgesamt 23 780 Quadratmeter werden in diesem Jahr im Stadtgebiet eingesät und sollen in den kommenden Monaten neuen Lebensraum für gefährdete Insektenarten bieten.

„Wir haben uns Ende vergangenen Jahres überlegt, wie man dem Insektensterben entgegenwirken kann und wollten als Stadt aktiv werden“, erklärt Thomas Michaelis von der Stadt Hamminkeln. „Schwerpunkt sollen dabei die eigenen kommunalen Flächen sein“.

Flächen rund um Strommasten sollen blühen

Neben den bereits bestehenden Flächen sollen zukünftig weitere entstehen. „Im nächsten Jahr ist geplant, das Projekt unter anderem auch neben dem Freibad in Dingden mit einer Fläche von 2 500 Quadratmetern sowie im Bereich Weißenstein mit 4 500 Quadratmetern zu ergänzen“, so Robert Graaf Beigeordneter der Stadt Hamminkeln. „Gerade sind wir noch im Gespräch mit dem NABU, der innerorts kleine Blumenbeete einsäen möchte und auch mit Innogy wird überlegt, wie man die Flächen im Bereich von Strommasten und Umspannstationen sinnvoll nutzen kann.“

Trotz der guten Idee hat es die Stadt nicht leicht, das Projekt umzusetzen. Um schnell Flächen für das Projekt zu gewinnen, schuf die Stadt in den Wintermonaten ein Förderprogramm, das auch den Landwirten vorgestellt wurde. Michaelis: „Aktuell haben wir sechs Interessenten, die Saatgut kostenfrei von uns zur Verfügung gestellt bekommen“.

Es gibt noch Restbestände an Saatgut

Insgesamt 5 000 Euro hat die Stadt Hamminkeln in diesem Jahr für das Projekt im Haushalt vorgesehen. Auf der Fläche am Vöckingsweg, die etwa 5 000 Quadratmeter umfasst, hat Landwirt Max Schulze den Blühstreifen schon angelegt. Schon seit mehreren Jahren stellt er Blühflächen zur Verfügung. Bis weit in den September sollen die Pflanzen neuen Lebensraum für Insekten bieten.

Derzeit verfügt die Stadt Hamminkeln noch über Restbestände des Saatguts. Bei Interesse können sich Bürger bei Thomas Michaelis melden.

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