Stadtrat

Hamminkelner können Rabatt-Gutscheine kaufen

Wer künftig in Hamminkeln einkaufen geht, kann bei teilnehmenden Händler einen Rabattgutschein erwerben.

Wer künftig in Hamminkeln einkaufen geht, kann bei teilnehmenden Händler einen Rabattgutschein erwerben.

Foto: imago stock&people / imago/Ralph Peters

Hamminkeln.  Mit dem Gutscheinsystem, das am 1. Dezember eingeführt werden soll, will die Kommunalpolitik die heimischen Betriebe in Coronazeiten unterstützen

In Hamminkeln wird es zum 1. Dezember ein Gutscheinsystem geben, das die heimischen Händler in Coronazeiten unterstützen soll und den Hamminkelnern bei einem Einkauf von 50 Euro 20 Prozent Rabatt gewährt, wenn der Betrieb sich am System beteiligt. Das entschied der Stadtrat am Donnerstag Abend.

Aber dass es im Rat dazu Diskussionen geben würde, war bereits im Vorfeld klar . Schließlich gingen die CDU-Forderungen weit über das hinaus, was SPD und Grüne beantragt hatten (NRZ berichtete). Und natürlich fragte der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Bauhaus in der Bürgerhalle Wertherbruch noch einmal nach, warum das Gutschein-System nicht bereits im Sommer von den anderen unterstützt worden war, als die CDU die Idee aufs Tapet gebracht hatte, auch wenn er sich lobend über diesen Meinungswechsel äußerte.

Geänderte Situation mit der zweiten Welle

Grünen-Fraktionsvorsitzender Johannes Flaswinkel stellte klar, dass sich die Situation mit der zweiten Coronawelle geändert hätte: „Nur aus diesem Grund wollen wir, dass die Händler das Vorweihnachtsgeschäft noch mitnehmen können. “ Auch wenn er nicht verhehlte, dass die Grünen die 100.000 Euro, die die Stadt nun einsetzt, lieber langfristig in Bildung und Klimaschutz investiert hätten. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jörg Adams warf der CDU vor, im Sommer die Wahl im Blick gehabt zu haben, um Kapital aus den Gutscheinen schlagen zu können.

Bürgermeister Bernd Romanski erinnerte noch einmal daran, dass erst mit dem aktuellen Antrag der CDU konkrete Vorschläge gemacht worden seien. Kritisch sah er auch den Ansatz der CDU, die Gutscheine zentral bei Volksbanken und Sparkassen zu verkaufen. Das seien bis zu 20.000 zusätzliche Besuche an , was er angesichts der pandemischen Lag als äußerst kritisch beurteilte. Auch den CDU-Vorschlag, nach einer digitalen Lösung erteilte der Bürgermeister eine Absage. Die Stadt müsste dann mit zusätzlich 10.000 Euro Kosten rechnen und die Vorlaufzeit, um solch ein System zu installieren, betrage mindestens sechs Wochen. Auch müsste die Stadt mit jedem Händler einen separaten Vertrag schließen.

Dauerhaftes Gutscheinsystem?

Johannes Flaswinkel verwies darauf, dass das System jetzt erstmal unbürokratisch und schnell installiert werden soll. Auch wenn seine Fraktion kein großer Freund dieser Aktion sei, müsse man mittelfristig überlegen, ob man solch ein System - wie auch immer - dauerhaft als Instrument der Wirtschaftsförderung installieren kann und soll.

Am Ende schmetterten SPD, Grüne, USD und FDP erst einmal den Antrag der CDU mit 20 zu 16 Stimmen ab. Bei der Abstimmung über den „kleineren Antrag“ fassten sich dann die Christdemokraten nach dem Motto „Weniger ist besser als nichts“ ein Herz und stimmten zu.

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