Guter Zweck

Handtaschen lockten die Weselerinnen in Scharen

Der Inner Wheel Club veranstaltete in der Niederrheinhalle eine Handtaschenbörse für den guten Zweck .

Foto: Erwin Pottgiesser

Der Inner Wheel Club veranstaltete in der Niederrheinhalle eine Handtaschenbörse für den guten Zweck . Foto: Erwin Pottgiesser

Wesel.   Der Inner Wheel Club Wesel Dinslaken organisierte in der Niederrheinhalle eine Handtaschenbörse für den guten Zweck. Schlangen am Eingang.

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Die Handtasche ist für viele Frauen noch immer das absolute Lieblingsaccessoire und aus den Kleiderschränken nicht mehr wegzudenken. Sie sind aber auch meistens nicht gerade günstig. Genau das machte sich der Inner Wheel Club Wesel-Dinslaken-Walsum zu eigen und veranstaltete am Samstag die „Weseler Taschenbörse“ in der Niederrheinhalle. Dort konnten zuvor gespendete, gut erhaltene Taschen für den guten Zweck erworben werden. Der Erlös aus dem Verkauf geht zu gleichen Teilen an das Dinslakener Frauenhaus und die Weseler Drogenberatungsstelle.

Schon vor Beginn der Börse bildete sich eine Schlange vom Eingang quer über den Parkplatz, der Andrang war kaum zu bewältigen. Zwischendurch musste sogar ein kurzer Einlassstopp eingelegt werden, um den Massen gerecht zu werden. Die Leiterin des Organisationsteams, Susanne Lemke, meinte: „Ich glaube, wir haben einfach den richtigen Zeitpunkt erwischt. Langsam werden diese Veranstaltungen populärer.“ Und sie ergänzte: „Außerdem haben wir viel Werbung gemacht. Und die Leute tun einfach gern etwas Gutes.“

Teuerste Tasche brachte 370 Euro

Das war offensichtlich, denn der Parkettsaal war zum Bersten gefüllt. Frauen jeden Alters zogen von Tisch zu Tisch. Verschiedenfarbige Kabelbinder zeigten dabei den Preis von 5 bis 40 Euro an. Über 2500 Taschen wurden sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen gespendet.

Es war alles dabei: Von klassischen, eher gedeckten Farben wie Braun, Grau, Beige und Schwarz über echte Farbtupfer in Knallrot oder Kobaltblau bis hin zu wilden Mustern im Leopardenlook oder mit bunten Blumen. Die Schmuckstücke waren aus Leder oder Stoff, mit langen oder kurzen Henkeln, groß wie eine Shoppingbag oder klein wie eine Clutch. Einzige Voraussetzung: Man musste schnell sein, denn bereits um 13 Uhr legten die Mitglieder des Organisationsteams vom Inner Wheel Club die letzten Teile nach.

Das „Sahneschnittchen aus dem Hause Prada“

Parallel zum Verkauf lief außerdem eine Versteigerung mit der freien Rednerin Anja Gilly. Sie brachte zum Beispiel ein braunes „Sahneschnittchen aus dem Hause Prada“ für 270 Euro an die Frau. Für 195 Euro wechselte eine graue Tasche mit Fellbesatz von Thomas Rath die Besitzerin, die nun „das nächste Topmodel schon im Schrank hat“.

Schirmherrin der Weseler Taschenbörse war die Triathletin Mareen Hufe, die im letzten Jahr den elften Platz beim Ironman auf Hawaii holte. Ihr Sportrucksack vom Triathlon inklusive einer Personal-Training-Einheit mit ihr wurde für 135 Euro versteigert. Höhepunkt der Auktion war eine zeitlose Tasche von Louis Vuitton. Vom Startgebot von 150 Euro schoss sie rasch auf 370 Euro.

Ute Lensing pfiff auf ihr ursprünglich geplantes Budget

Ersteigert hat sie Ute Lensing aus Veelen im Münsterland. Und das, obwohl ihr eigentliches Limit bei 300 Euro gelegen hat: „Aber ich halte schon länger Ausschau nach diesem Modell. Und schließlich tut man ja etwas Gutes.“ Sie nahm die weite Anreise nach Wesel ganz spontan auf sich: „Mein Mann hatte im Internet davon gelesen und heute morgen gesagt: Fahr da doch mal hin. Als ich die Schlange draußen gesehen habe, wollte ich erst wieder umdrehen. Aber jetzt bin ich ganz froh, dass ich hier war.“

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